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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Die australische Polizei hat im Hafen von Hobart zwei Schiffe der Walfanggegner von «Sea Shepherd» durchsucht. Auf der «Steve Irwin» und der «Bob Barker» wurden nach Angaben der Meeresschutzorganisation unter anderem Logbücher, Videos, Fotos, GPS-Daten und Kopien von Computerfestplatten beschlagnahmt.

Die beiden Schiffe der Walfanggegner waren erst am Samstag nach Hobart zurückgekehrt. Zuvor hatten sie in den Gewässern der Antarktis versucht, japanische Schiffe am Walfang zu hindern. Die Tierschützer von «Sea Shepherd» hatten die Verfolgung japanischer Walfänger in der Antarktis vorzeitig eingestellt. Die Walfangsaison endet erst in zwei Wochen, doch das Schiff der Walschützer hatte einen Maschinenschaden.

Sea-Shepherd-Direktor Jeff Hansen sagte: «Die Polizei hat neben den Logbücher, Videobänder und Laptops noch einige Besatzungsmitglieder vernommen». Ein Polizeisprecher bestätigte, dass die Aktion auf Wunsch der japanischen Regierung durchgeführt wurde. Der australische Grünen-Chef Bob Brown bezeichnete es als «skandalös», dass sich die australische Polizei als Handlanger in den Dienst japanischer Walfänger stelle.

Steve-Irwin

Die Situation eskaliert

In den vergangenen Wochen sind Sea-Shepherd-Aktivisten in der Antarktis zwei Mal mit japanischen Walfängern kollidiert. Am 6. Januar rammte die «Shonan Maru 2» die «Ady Gil». Der Bug des Hightechbootes wurde weggerissen und es sank zwei Tage nach der Kollision. Vier Wochen später stiess der japanische Walfänger «Yushin Maru 3» mit der «Bob Barker» zusammen, die bei der Kollision beschädigt wurde. Australien lehnt den Walfang strikt ab. Die Regierung in Canberra hat Japan deshalb sogar gedroht, den Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen einzuschalten. Japan rechtfertigt die Jagd auf Wale in der Antarktis mit wissenschaftlichen Gründen.

Yushin-Maru-3

Walfleisch für die Hunde

Erwähnenswert ist die Tatsache, dass Walfleisch in Japan weniger beliebt ist als man denken würde. Die Aufklärungskampagnen zeigen deutlichen Erfolg, trotzdem wird nicht weniger gejagt, weswegen der Preis für Walfleisch im Keller ist. Um den Preis zu stabilisieren wird in Japan die Hälfte des Walfleisches zu Hundefutter verarbeitet. Eine Reduzierung der Fangquote würde den Walfang unrentabel machen. Aus diesem Grund subventioniert die japanische Regierung den Walfang mit Geldern des Forschungsministerium. Es geht schon lange nicht mehr um das Fleisch sondern um die Arbeitsplätze. Dies geschieht alles unter dem Deckmantel der Forschung.

Die «Sea Shepherd Conservation Society», kurz «Sea Shepherd», ist eine militante Umweltschutzorganisation mit Sitz in Friday Harbor im US-Bundesstaat Washington, die sich besonders dem Schutz der Meere und dem Kampf gegen den Walfang, die Robbenjagd sowie gegen unverhältnismässige Fischerei verschrieben hat.

Website von «Sea Shepherd»