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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Hinter verschlossenen Türen wollen die Polarstaaten neue Wege zur Rettung der akut vom Klimawandel bedrohten Eisbären finden.

Bei der Eröffnung einer dreitägigen Regierungskonferenz im arktischen Tromsø sagte Norwegens Umweltminister Erik Solheim am Dienstag, 17. März: «Der Klimawandel hat die Jagd als wichtigste Bedrohung für die Eisbären abgelöst. Jetzt müssen wir schleunigst etwas für den Schutz unseres Ökosystems tun, zu dem diese Tierart gehört». Umweltschützer verlangen auch grossflächige Eisbär-Schutzgebiete rund um den Nordpol, in denen es keine Förderung von Öl oder anderen Bodenschätzen geben dürfe.

Eisbaeren

Weltweit wird der Bestand der weissen Bären im Nordpolargebiet auf 20.000 bis 25.000 Tiere geschätzt. Experten fürchten, dass davon in wenigen Jahrzehnten ein Drittel und danach die komplette Art verschwunden sein könnte. An dem Treffen in Tromsø nördlich des Polarkreises nehmen Regierungsvertreter aus Norwegen, Dänemark einschliesslich Grönland, den USA, Kanada sowie Russland teil. Diese Staaten hatten 1973 ein Abkommen zum Artenschutz für Eisbären vereinbart, mit dem vor allem die Jagd als Bedrohung für den Artenbestand unterbunden werden sollte.

Solheim sagte, die Belastungen für die Eisbären hätten sich mit den neuesten Erkenntnissen über den Klimawandel durch C02-Emissionen als noch schwerwiegender erwiesen als früher angenommen. Durch das immer schnellere Wegschmelzen von Eisbergen und Gletschern verlieren die Bären die Grundlage für ihre Jagd auf Robben und damit die alles entscheidende Nahrungsgrundlage. Später zogen sich die Konferenzteilnehmer hinter verschlossene Türen zurück.

Der Artenschutz-Experte des Umweltorganisation WWF, Frank Barsch, verlangte aus Frankfurt von der Konferenz «sehr, sehr klare neue Initiativen zum Schutz der Eisbären». Er sagte: «Diese Tiere sind für uns Botschafter des Klimawandels und letztlich auch Vorboten dessen, was auf die Menschen selbst zukommen kann»

Spitzbergen-Eisbaer

In Tromsø meinte Solheim, sollte sich das Abschmelzen des Eises auf Grönland und in anderen Polargebieten fortsetzen, hätte dies neben dem drohenden Aussterben der Eisbären auch «dramatische Folgen für die Lebensbedingungen von Milliarden Menschen». Deshalb müsse die Konferenz über den Schutz für Eisbären «ein klares Signal an die Kopenhagener UN-Klimakonferenz im Dezember senden, dass es mit dem Stopp der globalen Erwärmung und der arktischen Eisschmelze ausgesprochen eilig ist».

Der WWF-Experte verlangte von der Regierungskonferenz neben Signalen für die generell nötige Reduzierung von CO2-Emissionen vor allem die Ausweisung von Eisbär-Schutzgebieten. Hier dürfe es nicht die gerade durch den Klimaanstieg wahrscheinlicher geworden Öl- und Gasförderung geben. Ausserdem müsse auch die immer noch mögliche illegale Jagd auf Eisbären im östlichen Sibirien mit jährlich über 200 erlegten Tieren sofort unterbunden werden, meinte Barsch.


Quelle: FR-Online