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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Nach über 100 Jahren im Polareis sollen im Januar 2010 mehrere Flaschen schottischen Whiskys in der Antarktis ausgegraben und untersucht werden. Die Flaschen wurden vom britischen Polarforscher Sir Ernest Shackleton bei seiner von 1907 bis 1909 dauernden Nimrod Expedition in die Antarktis gebracht. Der Versuch Shackletons den Südpol zu erreichen scheiterte allerdings, aber die beiden Kisten mit dem Scotch der Marke «MACKINLAY» liess Shackleton bei seiner Rückkehr 1909 in der Hütte in der Nähe von Cape Royds zurück.

Shacklton-Whisky

Die Whiskyliebhaber dieser Welt sind natürlich begierig, an diesen edlen Stoff zu kommen, aber daraus wird wohl mit Sicherheit nichts. Warum die Meldung erst jetzt durch die Weltpresse sickert, obwohl man die Kisten schon 2006 entdeckte? Keine Ahnung.

Wie der «Rare Old»-Whisky von « MACKINLAY » schmeckte, weiss niemand mehr so genau. Der Spirituosenproduzent «Whyte & Mackay», dem die Marke « MACKINLAY » heute gehört, will es herausfinden. Richard Paterson bei der Glasgower Brennerei «Whyte & Mackay» für den Geschmack verantwortlich meinte: «Der gut abgelagerte Whisky könne durchaus noch trinkbar sein und genau so schmecken wie vor 100 Jahren». Paterson hofft nun auf eine Probe des Whiskys, um ihn zu analysieren und nachzubrauen.

Arbeiter des neuseeländischen «Antarctic Heritage» Trusts wollen deshalb versuchen, einige der Flaschen mit Spezialbohrern vom Eis zu befreien. Der grösste Teil muss allerdings, entsprechenden Verträgen zufolge, aus historischen Gründen im ewigen Eis der Antarktis bleiben. Al Fastier, der die Expedition im Januar leiten wird, sagte, er werde den Flascheninhalt nicht versuchen. «Es ist besser,sich den Geschmack vorzustellen. Auf diese Weise behält er sein Mysterium».

Shackleton-Huette

Shackletons Nimrod Expedition

Shackleton_Nimrod

Die British Antarctic Expedition von 1907 bis 1909 wurde nach dem Schiff auch Nimrod Expedition genannt. Shackleton errichtete sein Basislager auf der Ross-Insel bei Kap Royds, nur 30 km nördlich von Scotts Basislager während der Expedition Discovery.

Die Leistungen dieser Expedition umfassten die Erstbesteigung des aktiven Vulkans Mount Erebus auf Ross Island, die Lokalisierung des magnetischen Südpols und im Januar 1909 und die Entdeckung der Beardmore-Gletscher-Passage.

Das Hauptziel den Südpol zu erreichen scheiterte. Trotzdem gelang es Shackleton und seine drei Begleitern, sich bis auf 88° 23′ südlicher Breite vorzukämpfen. Mit Blick auf die Vorräte und ihre schwindenden Kräfte entschied Shackleton sich, nur 180 km vom Südpol entfernt umzukehren.

Mehr zu Shackleton

http://www.polar-news.com/antarktis/geschichte/sir-ernest-henry-shackleton.html