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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Die russische Drifteisstation Nordpolstation SP-37 kann eine weitere Wintersaison betrieben werden, also doppelt so lang, wie ursprünglich vorgesehen. Das teilte der Chef des russischen Dienstes für Hydrometeorologie und Umweltkontrolle (Rosgidromet), Alexander Frolow, am 29.03.2010 mit.

Nordpol-32-Station

Die 16 Angehörigen der am 7. September 2009 unter der Leitung von Sergey Lesenkov in Betrieb genommene Driftstation SP-37 leisten aerologische, ozeanographische und hydrographische Arbeiten, bedienen die Anlage zur Beobachtung der Eisverhältnisse, warten seismische Messtechnik und registrieren die Koordinaten der Station.

«Wir rechnen damit, dass diese Polarstation einen weiteren Arbeitszyklus vollziehen und somit uns einen Neubau bzw. eine Neuausstattung ersparen wird. Dadurch würde der Kostenaufwand verringert», sagte Frolow.

Wie die Leitung des russischen Hydrometeorologie-Dienstes früher mitgeteilt hatte, könne in der nächsten Wintersaison wegen Finanzierungsmangels keine neue Driftpolarstation eingerichtet werden.

Der Chef von Rosgidromet verwies auf einen sehr günstigen Start der Drift-Expedition SP-37 im vergangenen Jahr und auf den guten Zustand der driftenden Eisscholle. Frolow merkte zugleich an, dass die Eisscholle in vier bis fünf Monaten die Gewässer Kanadas erreichen könne. Deswegen würden mit den kanadischen Behörden Verhandlungen über die Aufenthaltsgenehmigung für die russischen Polarforscher in kanadischem Hoheitsgebiet sowie über die Überflugsrechte für russische Flugzeuge zur Versorgung der Station geführt, sagte Frolow.

Das Vorgängermodel, die russische Nordpolstation, SP-36, war im September 2008 im Raum der Mendelejew-Gebirgskette im russischen Teil der Arktis in Betrieb genommen worden. Sie hatte mehr als 1200 Kilometer über das Eispolarmeer zurückgelegt und Ende August 2009 ihre Arbeit abgeschlossen. Die Wissenschaftler und die Ausrüstungen wurden vom Atomeisbrecher «Jamal» an Bord genommen und evakuiert, weil die Eisscholle bedrohlich zusammengeschmolzen war.

NP-1
Die weltweit erste Driftstation Nordpol 1 wurde im Jahr 1937 in Betrieb genommen.

Die weltweit erste Driftstation, Nordpol 1, war von der Sowjetunion am 21. Mai 1937 etwa 20 Km vom Nordpol entfernt in Betrieb genommen worden. Unter Leitung von Ivan Dmitrievich Papanin legte Nordpol 1 bis zum 19. Februar 1938 insgesamt 2850 Kilometer zurück. Erst 12 Jahre später, am 2. April 1050 starteten die Sowjets die nächste Driftstation Nordpol 2. Seit Inbetriebnahme der ersten Station wurden rund 800 Wissenschaftler eingesetzt. Einen einmaligen Rekord stellte NP 22 auf: sie legte vom 13. September 1973 bis zum 8. April 1982 nicht weniger als 17'069 km zurück.

NP22-Strecke
NP-22 legte während über 8 Jahren 17'069 Kilometer zurück.