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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Vom Winter 2011/2012 an werden die Forscher der belgischen «Prinzessin-Elisabeth-Station» in der Antarktis mit dem elektrisch betriebenen Venturi Antarctica ihrer Arbeit nachgehen, ohne Schadstoffe auszustossen. Die Energie für das Eismobil von Venturi stammt ausschliesslich aus der am Südpol im Überfluss vorhandenen Windenergie und zu einem wesentlich kleineren Teil aus Sonnenkraft.

Venturi-Antarctica-2010
Mit einer Batterieladung erreicht der Venturi Antarctica eine Reichweite von bis zu 150 Kilometer.

Die belgische «Prinzessin-Elisabeth-Station», die während des Internationalen Polarjahres 2007-2008 im Queen-Maud-Land, in der Antarktis aufgebaut wurde, ist am 15. Februar 2009 eingeweiht worden. Das felsige Gelände, auf dem die Station erbaut wurde, befindet sich in 1400 m Höhe über dem Meeresspiegel, 180 km von der Küste entfernt, in einem von Norwegen beanspruchten Gebiet zwischen der japanischen Syowa-Station und der russischen Station Novolazarevskaya, die 1500 km voneinander entfernt sind.

Die belgische Station trägt zum Verständnis des Klimasystems unseres Planeten bei. Dabei nutzt diese Station in der Antarktis selbst als erste Forschungseinrichtung dieser Art Technologien, welche nur auf erneuerbaren Energien bauen und ganz dem Nullemissionsprinzip folgen. Diese Modellstation möchte aufzeigen, dass Nullemission überall in der Antarktis machbar ist, und stellt einen Modellversuch für polare Forschungseinrichtungen der Zukunft dar. Der französische Hersteller von Elektroautos Venturi bietet mit dem elektrisch betriebenen Venturi Antarctica ein Fahrzeug, welches den Forschern für die Saison 2011/2012 zur Verfügung steht und dabei 0 g/km CO2 ausstösst.

Prinzessin-Elisabeth-Station
Die belgische «Prinzessin-Elisabeth-Station» wurde am 15. Februar 2009 eingeweiht und setzt voll auf das Nullemissionsprinzip.

Zwei Elektromotoren bringen das Gefährt ordentlich auf Trab und ermöglichen 40 km/h Spitze – es wäre mehr möglich, jedoch ist die Höchstgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen begrenzt, um auf dem unwegsamen Terrain auf plötzlich auftauchende Hindernisse oder Spalten im Eis reagieren zu können.

Mit einer Batterieladung erreicht das elektrische Nutzfahrzeug eine Reichweite von bis zu 150 Kilometer und kann eine Nutzlast von einer Tonne zu seinem Eigengewicht von 1.200 kg über das Eis transportieren.

Um in widrigsten winterlichen Verhältnissen voranzukommen, entwickelte Venturi den gesamten Antriebsstrang, ähnlich einem Panzer. So wird der Venturi Antarctica über Ketten fortbewegt. Alle Komponenten sollen Temperaturen von bis zu - 50 Grad Celsius standhalten.

Mit dem Venturi Antarctica ist die «Princess Elisabeth Station» die erste ihrer Art, die - künftig einschliesslich Fuhrpark - komplett mit erneuerbaren Energien versorgt wird.

Venturi-Antarctica-Seitenansicht
Das Elektrofahrzeug soll Temperaturen von bis zu - 50 Grad Celsius standhalten.