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Nachdem das «Project-Antarctica», des Seglers Markus Weissenberger vor einem Jahr wegen Pech und Pannen und einer daraus entstandenen Zeitverzögerung auf Shackletons Spuren scheiterte, sollte es dieses Jahr klappen. Daraus wurde allerdings wieder nichts.

NinaSoraya

Der Start zur Alleinumseglung der Antarktis war ursprünglich für Dezember 2008 geplant. Wegen diversen Problemen mit Motor und Steuerung und dem daraus entstandenen Zeitverlust verzögerte sich der Start auf Anfang Januar 2009. An eine Umrundung war zu diesem Zeitpunkt aus Zeitgründen nicht mehr zu denken. PolarNEWS, damals noch Sponsor empfahl auf Shackletons Spuren zu segeln. Nachdem sich PolarNEWS zurückzog (siehe diesen Artikel) kam kurz nach dem Start das Aus, der Grossbaum war gebrochen und das «Project-Antarctica» wurde erstmals begraben.

Ein Jahr später, diesmal ohne Sponsoren, welche sich alle zurückzogen, der erneute Versuch. Auch dieser stand nicht unter gutem Stern. Bereits 15 Stunden nach dem Start am 1. Dezember 2009 in Kapstadt war die «Nina Soraya» wieder im Hafen. Der Steuerbock, welcher bereits vor einem Jahr Probleme machte, war abermals gebrochen und musste wieder repariert werden. Am 7. Dezember erneuter Start zu Alleinumrundung der Antarktis. Am 13. Dezember, nur 6 Tage auf See das endgültige Aus. In einem Sturm ist die Genua (Segel) gerissen und beim Grosssegel die obersten 5 Mastrutschen gebrochen. Ein nicht mehr zu reparierender Schaden. Mit Motorenkraft nahm Weissenberger Kurs zurück nach Kapstadt. Am 19. Dezember wird im Logbuch der Website das Aus bekanntgegeben.

Auf die Frage von PolarNEWS an einen Fachmann gab dieser zur Antwort: «Ich verfolge das «Project-Antarctica» seit Anfang an. Irgendwie glaube ich, ist diese Geschichte nicht richtig durchdacht. Wenn das Segelschiff mal unterwegs war verging kaum eine Woche ohne Zwischenfälle. Ich denke die «Nina Soraya» ist mit den Gegebenheiten in den stürmischen Gewässern rund um die Antarktis überfordert oder anders rum, nicht richtig konzipiert worden. Zudem fehlt den Hinterleuten der Expedition und der Besatzung die Erfahrung um solche Projekte durchzuziehen. Erschrocken bin ich über die Aussage von Weissenberger auf seiner Website «Ich bedaure, dass mein Budget ohne Sponsoren keinen zweiten Segelsatz zuliess, obwohl die Offerte vorlag». Dies ist leichsinnig und hätte böse enden können. Wäre dies im indischen Ozean passiert, fernab der Schifffahrtsrouten und Tage oder gar Wochen von der nächsten Zivilisation entfernt. Ich möchte nicht daran denken wie dies dann geendet hätte».

Project-Antarctica mit unsicherer Zukunft

Ohne Sponsoring ist eine Expedition wie die Umrundung der Antarktis nicht zu bewältigen. Es dürfte aber für das «Project-Antarctica» schwierig werden Geldgeber zu finden. Gemäss Website berappt ein Goldsponsor den stolzen Betrag von CHF 500'000, der Silbersponsor immer noch CHF 200'000. Zuviel für den bisherigen Leistungsausweis!