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Der in Malta registrierte Tanker «MS Olivia» war Mitte März 2011 in der Nähe der zur Inselgruppe Tristan da Cunha gehörenden Insel Nightingale auf Grund gelaufen und auseinander gebrochen. Das auslaufende Öl gefährdet neben den seltenen Nördlichen Felsenpinguinen auch die Hummerfischerei, die einzige Lebensgrundlage für die 275 Bewohner der Insel.

Verölte Pinguine
Über 20'000 Pinguine sollen durch das ausgelaufene Öl bedroht sein.

Die Inselgruppe ist Teil des britischen Überseegebiets und liegt zwischen Afrika und Südamerika im Atlantik. Zum afrikanischen Festland sind es mehr als 2.800 Kilometer. Die Region ist Heimat für rund 200.000 Felsenpinguine. Beinahe die Hälfte des weltweiten Bestandes des Nördlichen Felsenpinguins brütet auf der Inselgruppe. Der Nördliche Felsenpinguin wird als bedrohte Spezies eingestuft. Durch das Unglück sollen über 20'000 Pinguine durch das ausgelaufene Öl gefährdet sein. Kurz nach der Havarie kamen auf Nightingale Island bereits hunderte ölverschmierte Vögel an Land. Der Naturschutzbeauftragte von Tristan da Cunha, Trevor Glass, sprach von einer Katastrophe.

Karte Südatlantik
Insel Nightingale liegt mitten im Atlantik zwischen Südamerika und Afrika

Die Abgelegenheit der Insel erschwert die Rettungsversuche. Auf Nightingale gibt es kein Trinkwasser. Deshalb müssen die verschmutzten Pinguine erst zur Hauptinsel gebracht werden. Doch es lauert noch eine andere Gefahr! Sollten Ratten vom Schiff auf die Insel kommen, drohe der einzigartigen Seevögel-Population grosse Gefahr, sagen britische Vogelschützer. Auf Nightingale gibt es bislang keine Nagetiere.

MS Olivia
Die Olivia verlor bei der Havarie bis zu 1.500 Tonnen Öl, dies berichtete die britische Vogelschutzorganisation Royal Society for the Protection of Birds (RSPB).

Die «Olivia» ist 225 Meter lang und 32 Meter breit. Das Schiff war auf dem Weg von Brasilien nach Singapur und hatte 1.650 Tonnen Öl und 66.000 Tonnen Sojabohnen geladen. Die 22-köpfige Besatzung konnte gerettet werden, bevor das Schiff auseinanderbrach. Ein Bergungsschlepper aus Südafrika erreichte Tristan da Cunha am 21. März 2011. An Bord war auch ein Seevogel-Spezialist, der den Schaden begutachten soll. Zudem war laut den Behörden auch ein Team zur Reinigung der Felsenpinguine.