Immer das alte Lied - Kritik am Walfang? Interessiert Japan nicht. Schon wieder stachen die Walfänger in See. Auch Störaktionen radikaler Umweltschützer können sie nicht von dem alljährlichen Abschlachten der Tiere abhalten. Japan nutzt dabei ein Schlupfloch aus.

So sieht Forschung in Japan aus – blutig und nutzlos.
So sieht Forschung in Japan aus – blutig und nutzlos.

Eine japanische Walfangflotte ist ungeachtet internationaler Proteste wieder Richtung Antarktis gestartet. Drei Schiffe legten am 7. Dezember 2013 vom westjapanischen Hafen Shimonoseki ab und sollen in der Antarktis auf das Mutterschiff «Nisshin Maru» treffen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Japans Walfänger wollen dort bis Ende März 2014 bis zu 935 Zwergwale sowie 50 Finnwale töten. Das geschehe zu wissenschaftlichen Zwecken.

Am Ende landen japanische «Forschungsobjekte» in Dosen verpack im Supermarkt.
Am Ende landen japanische «Forschungsobjekte» in Dosen verpack im Supermarkt.

Japan jagt die Wale im Namen der Wissenschaft.- Nun kommt gelegentlich die Frage auf, ob die Japaner nicht doch doof sind. Was gibt es denn da noch zu forschen? Anderer Länder kommen zu ähnlichen Ergebnissen, ohne die Tiere zu töten. Auch dass das Fleisch nach der «Untersuchung» verkauft wird, stellt keinen Verstoss gegen das Moratorium dar. Tokio argumentiert, es würden keine bedrohten Walarten gejagt. Zudem sei der Walfang mit der Wildjagd in Europa vergleichbar. Dabei essen die meisten Japaner wegen der Schwermetallverseuchung kein Walfleisch. Der grösste Teil des Walfleisches endet als Hundefutter.

Das Sea Shepherd Schiff «Steve Irwing» im Einsatz gegen den Walfänger «Nisshin Maru».
Das Sea Shepherd Schiff «Steve Irwing» im Einsatz gegen den Walfänger «Nisshin Maru».

In der Saison 2012/13 hatte Japan 103 Zwergwale harpuniert, die geringste Beute seit Beginn des «wissenschaftlichen» Walfangs. Als Gründe wurden schlechtes Wetter und Störungen durch «Sea Shepherd» genannt. Diesmal hatte das Fischereiministerium den Tag des Auslaufens der Walfangflotte bis zuletzt geheim gehalten, um den Umweltaktivisten von «Sea Shepherd» zuvorzukommen, berichtete Kyodo.

Link: Sea Shepherd