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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Im Norden von Alaska lagern deutlich weniger Ölvorräte als ursprünglich angenommen. Das National Petroleum Reserve-Alaska in der North Slope verfüge nur über knapp ein Zehntel der geschätzten Ölmenge, erklärten US-Wissenschaftler. Dies zeigen die neusten Probebohrungen und seismische Messungen.

North_Slope
Die Ölreserven in der North Slope (NPRA) sollen deutlich geringer sein als angenommen.

Auf der Basis neuer Daten geht die Behörde USGS (US Geological Survey) nun davon aus, dass es in dem Gebiet lediglich 896 Millionen Fass Öl gibt - in einer Schätzung aus dem Jahr 2002 war noch von 10,6 Milliarden Fass die Rede. Auch die Angaben zu den potenziellen Erdgas-Vorkommen mussten nach unten korrigiert werden: von 1,7 auf 1,5 Billionen Kubikmeter

Im National Petroleum Reserve-Alaska, mit einer Fläche doppelt so gross wie die Schweiz, ist seit Jahren viel in Entwicklung für die Ölindustrie investiert worden. Man glaubte, Milliarden Barrel Öl fördern zu können, woraufhin wichtigen Akteuren im Energiebereich vor Ort ansässig wurden.

«Dies ist sowohl eine abrupte und für jemanden, der Bewertungen der Ressourcen macht, eine beunruhigende Veränderung», sagte USGS Forschung Geologe Dave Houseknecht.

Erdoelanlage_in_Alaska
Ein Graus für Umweltschützer, Förderanlagen in der Tundra Alaskas.

Branchenbeobachter meinen, dass es noch zu früh sei um daraus Schlüsse zu ziehen. Aber die extreme Reduktion könnte Geldgeber weiter entmutigen Investitionen zu tätigen. Houseknecht sagte, einige der vielversprechendsten Gegenden für Öl seien in sensiblen Bereichen wie dem Teshekpuk See und sind tabu, weil es die Umwelt und Tierwelt betrifft. Die Gegend um Lake Teshekpuk zum Beispiel enthält wichtige Lebensräume für Pazifische Ringelgänse, Kanadagänse und grosse Blässgänse.

Ringelgaense
Ringelgänse brüten in grossen Mengen in der Gegend des Teshekpuk See.

Erdgas wäre viel reichlicher vorhanden. Aber ohne eine Möglichkeit, es vom Alaska North Slope weg zu transportieren ist dies zurzeit kein Thema. Eine Gas-Pipeline ist schon seit Jahrzehnten der Traum von Alaska, wurde aber nie realisiert. Man sah die Zukunft ausschliesslich im Öl. So könnte sich der Ölrausch in Alaska bald seinem Ende nähern - wenigstens teilweise.

Conoco Phillips, der drittgrösste US-Ölkonzern hat mehr als 1 Million Hektar seiner Reserve seit 2007 aufgegeben, sagte Sprecherin Natalie Lowman. Conoco konzentriert sich jetzt auf die Bohrungen in der Tschuktschen-See. «Wir glauben in der Tschuktschen-See gibt es noch mehr Chancen auf Ölfunde» sagte Lowman.

Oelleitung_in_Alaska
Ölpipeline durch die Tundra Alaskas, deutlich zu erkennen ist der Permafrostboden.