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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

In den Gewässern der Antarktis mussten vielleicht zum letzten Mal Wale für «Forschungszwecke» sterben. Japan bricht die diesjährige Fangsaison vorzeitig ab. Monatelang hatten Aktivisten der Umweltschutzgruppe «Sea Shepherd» die japanische Fangflotte verfolgt und beim Walfang gestört.

Sea-Shepherd-Aktivist
Mit Säure und Stinkbomben bewerfen die Aktivisten die «Nisshin Maru».

Japan hat nach mehreren Protestaktionen von Tierschützern den Walfang in der Antarktis bereits am 10. Februar 2011 gestoppt, um die Sicherheit der Besatzung zu gewährleisten, sagte Tatsuya Nakaoku vom japanischen Fischereiamt. Geplant war den Walfang zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen, die Walfangsaison dauert üblicherweise bis April. Am 18. Februar rief die Regierung in Tokyo die Walfangflotte jedoch vorzeitig zurück und erklärte den Walfang für die Saison 2011 als beendet. Immer wieder hatten die Demonstranten zur See die Walfangschiffe mit roter Farbe beworfen, mit Rauchbomben und ranziger Butter attackiert. Ein Harpunenschiff bremsten sie mit einem Tau aus, das sich in der Schiffsschraube verhedderte. Japan betrachtet die militanten Tierschützer als Terroristen, die bei ihren Aktionen Menschenleben aufs Spiel setzten. «Wir hatten keine andere Wahl, als die Saison zu beenden, um die Sicherheit von Menschen und Material zu gewährleisten», erklärte Fischereiminister Michihiko Kano.

Paul-Watson
Paul Watson, Gründer von Sea Shepherd, ist für seinen unzimperlichen Umhang mit den Walfängern bekannt.

Auf den drei Booten der Meeresschutzorganisation «Sea Shephard» fielen sich die Aktivisten nach der Meldung aus Tokyo in die Arme. Der Gründer der Organisation Paul Watson sprach von einem Sieg. Er befindet sich an Bord der «Steve Irwin», eines der Boote, die Japans Flotte verfolgte. Japan und «Sea Shepherd» hatten für diesen Kleinkrieg in den rauen Gewässern der Antarktis Jahr für Jahr aufgerüstet. Paul Watson will den Kampf im nächsten Jahr fortsetzten, vorausgesetzt die Japaner werden am Walfang festhalten.

Keine Lust auf Walfleisch

Während «Sea Sheperd» sich über den Erfolg seiner nicht unumstrittenen Aktionen freut, sieht Greenpeace Japan noch einen anderen Grund für den vorzeitigen Rückzug der Japaner. Sie könnten einfach nicht noch mehr Walfleisch einlagern. Die Umweltorganisation will schon voriges Jahr einen Tipp bekommen haben, dass die Fangzeit diesmal kürzer dauere. Die Menge an Walfleisch, die in Japan auf Lager liegt, ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Im Dezember lagen nach Angaben der Fischereibehörde 5.093 Tonnen Walfleisch auf Eis. «Tatsächlich ist das die Stimme der japanischen Öffentlichkeit, denn die Japaner haben entschieden, dass sie kein Walfleisch mehr essen wollen», sagte Junichi Sato von Greenpeace Japan. «Und das ist der Grund dafür, dass die japanische Regierung die Rückkehr beschlossen hat.»

Walfleisch-Markt-Japan
Noch gibt es Walfleisch in japanischen Läden zu kaufen, die Nachfrage nimmt aber steht’s ab.