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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Starker Wind, eisige Temperaturen, hart gefrorener Boden. Eine Woche lang hat ein Team der US-Weltraumbehörde NASA einen neuen 100'000 Dollar teuren Raumanzug in der Antarktis getestet. Der Hightech-Anzug könnte einmal auf dem Mars zum Einsatz kommen.

Test Marsanzug
Beobachtet von den Spezialisten wird der Mars-Anzug in der Antarktis getestet.

Der Weltraumanzug schützt die Astronauten vor extremen Witterungsbedingungen, Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und hohen Windgeschwindigkeiten. Die NASA hat zwar bereits Erfahrungen mit Raumanzügen, die Astronauten während der Mondlandungen getragen haben. Auf dem Mars würden allerdings nochmals deutlich andere Bedingungen herrschen. So betrage die Schwerkraft auf unserem Nachbarplaneten zwar nur etwa ein Drittel der Erdeschwerkraft, ist aber immer noch doppelt so hoch wie die auf dem Mond. Da die Raumanzüge während der «Apollo-Mondmissionen» auf der Erde rund 132 Kilogramm gewogen haben, würde diese für Marsfahrer zu schwer. So war die alte Technik und Beschaffenheit des Anzuges für Marsflüge ungeeignet.

Test in der Antarktis
Neben dem Schutz vor Kälte soll der Anzug die Bewegungsfreiheit nicht einschränken.

Der argentinische Ingenieur Pablo de Leon und sein Team reisten für den ausgedehnten Test in die argentinische Antarktis-Station Marambio. Die NASA-Designer simulierten bei den Tests, ob man unter erschwerten Bedingungen mit dem NDX-1-Anzug Gesteinsproben und Reparaturarbeiten ausführen kann. De Leon hat in den Prototypen mehr als 350 Materialien verarbeitet, darunter auch Karbonfasern und Kevlar. Dadurch soll der Anzug widerstandsfähig und möglichst leicht sein. Rund 100.000 Dollar hat das von der NASA finanzierte Modell gekostet. Pablo de Leon trug den Anzug bei den Tests selbst. Er gestand ein, dass der Anzug eine gewisse Platzangst auslöse. Die Kommunikation mit der Aussenwelt läuft nur über ein im Helm eingebautes Headset. Pablo de Leon arbeitet an der University of North Dakota.

Marsanzug in der Antarktis
Der Konstrukteur Pablo de Leon trug den Anzug bei den Tests in der Antarktis selber.

Es gilt als wahrscheinlich, dass Astronauten irgendwann über die Mars-Oberfläche spazieren gehen. So kündigte US-Präsident Barack Obama im vergangen Jahr an, dass bis zum Jahr 2030 NASA-Astronauten zum Mars reisen sollen. Bereits laufen erste Tests. In einer Lagerhalle nahe Moskau simulieren sechs Männer den Mars-Flug. Die «Mars 500»-Crew befindet sich bereits wieder auf dem Rückweg zur Erde. Forscher wollen mit dem Experiment unter anderem prüfen, wie das Zusammenleben auf engstem Raum verbunden mit der Isolation von der Aussenwelt auf die Teilnehmer wirkt. Es wird also noch dauern, bis der erste Mensch seinen Fuss auf den Mars setzen kann. Doch die Vorbereitungen für diese Reise laufen bereits.

Bohrarbeiten in der Antarktis