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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Aus dem weichen, wärmenden Winterkleid des kanadischen Moschusochsen, dem Überlebenden der letzen Eiszeit werden seit einigen Jahren die leichtesten, wertvollsten, Schals, Pullover, Jacken und Accessoires gefertigt. Das weiche wärmende Flies dieser bärtigen Arktisbewohner war den Inuit, bereits seit Jahrtausenden vertraut.

Um 1917 war der Moschusochse, der letzte Überlebende aus der Eiszeit, vom Aussterben bedroht. Das Umimmaq, der «Bärtige» wie er liebevoll von den einheimischen Inuvialuit Eskimos genannt wird, fristete ein Dasein auf Zeit. Gerade noch 3000 Tiere lebten in den nördlichsten, unwirtlichsten Gegenden Kanadas. Dank umsichtiger Pflege der kanadischen Regierung, ist der Bestand der seit 1917 unter Schutz stehenden Tiere auf ungefähr 12`000 Tiere angewachsen. Auch in Grönland gibt es wieder einen Bestand von ca. 15’000 Tieren. Seit dem werden die Tiere, gemäss eines Erlasses der kanadischen Regierung, von den einheimischen Inuit gehegt und verwaltet, und als Teil ihrer Lebensgrundlage in bescheidenem Rahmen ausgleichend genutzt. Man will verhindern, dass die Population zu gross wird, denn die Tiere graben im Winter mit ihren Hufen nach Flechten und verdorrtem Gras. Auf diesen so zerstörten Permafrostböden wächst danach, auf Grund der ultrakurzen Sommer, während den nächsten 30 Jahren nichts mehr. Einzelne kleine Herden leben in Alaska, Sibirien, Norwegen, Schweden.

Moschusochsen

Moschusochse-Wolle

«Der Bärtige»

Obwohl er im ersten Augenblick aussieht, als sei er ein zu klein geratener Bison, gehört der Moschusochse zu der Unterfamilie der Ziegen oder Schafe. Die bis 150cm hohen männlichen und etwas kleineren weiblichen Tiere sind Bewohner der Arktischen Tundra. Im Sommer leben sie in Herden von 5 bis 15 Tieren; im Winter erreichen die Herden eine Grösse von bis zu 100 Tieren. Einzigartig bei diesen Wiederkäuern ist, dass sie immer sehr engen Körperkontakt zueinander halten. Selbst während der Flucht galoppieren sie Flanke an Flanke. Anders als etwa Rentiere oder Karibus unternehmen Moschusochsen keine grossen Wanderungen, sondern durchziehen ihr Revier gemächlich langsam, durchschnittlich legen sie etwa 2 km pro Tag zurück.

Natürliche Feinde sind Polarwölfe, Eis- und Grizzlybären. Bei Angriff fliehen die Tiere zunächst an einen etwas erhöhten flachen Ort und wenden sich dann in einer phalanxförmigen Aufstellung mit dem Gesicht dem Angreifer zu. In der Sprache der Inuit, heisst der Moschusochse liebevoll Umingmaq was soviel wie «der Bärtige» bedeutet. Auch der Name ihres winterlichen Unterfells Qiviuk stammt aus der Inuitsprache und bedeutet Flaum.

Dieses Unterfell verlieren die Tiere zwischen Mai und Juli, im Durchschnitt etwa 2,5kg pro Tier. Seit Jahrhunderten sammelten die Inuit diesen feinen Flaum und isolierten damit ihre Seehundfellstiefel.

Die Erfolgsgeschichte

In den 80er Jahren immigrierte der Peruaner Fernando Alvarez nach Kanada um hier sein Studium abzuschliessen. Schon seit seiner Kindheit war er von den einzigartigen Handarbeiten die seine Mutter fertigte fasziniert. So begann er nach seinem Abschluss Produkte aus Alpaca-, Vikunia- und Guanacofasern in seiner neuen Heimat zu vertreiben. Immer an neuen Techniken und Qualitätsverbesserungen interessiert, begann er seinen südländischen Fasern Seide und Cashmere beizumischen. Seine ständige Suche nach seltenen Fasern brachte ihn zur Entdeckung von «Qiviuk», dem Winterkleid des Moschusochsen.

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Das erste Mal hörte er vom Veterinärprofessor Peter Flood der an der Universität von Saskatchewan Fasern der verschiedensten Tiere untersuchte, so auch jene der Moschusochsen. Als Teil seiner Forschungen hielt er eine Herde von etwa 20 Moschusochsen. Immer Ende Mai verloren diese Tiere ihre Unterwolle. Der Professor wusste danach nicht so recht was er mit dem vielen, extrem leichten und feinen Flaum tun sollte. Wegwerfen wollte er ihn nicht und so verkaufte er ihn an nahe Freunde. Aber er hatte immer noch einige kleine Reseve übrig und das war die Chance von Fernando Alvarez. Er brachte einen Teil dieses Garns nach Peru, denn hier hatte man langjährige Erfahrung mit feinen Fasern. Aber diese Faser war etwas total anderes; sie zu einem Garn zu verspinnen schlug immer wieder fehl. Sie war zu weich, zu leicht und zu glatt, und somit konnten die einzelnen Fasern nicht ineinander greifen. Dass es zweieinhalb Jahre dauert um diesen Flaum zu feinsten Garnen zu verarbeiten, damit hatte niemand gerechnet. Er besprach sich immer wieder mit den besten Textilexperten in England, Frankreich und Italien bevor er brauchbare und befriedigende Resultate erzielte.

«Qiviuk» zu einem stabilen, gebrauchsfähigen Garn zu verspinnen ist etwa acht Mal aufwendiger als es die gleichen Arbeitsvorgänge mit Wolle erfordern. Betrachtet man das einzelne Haar unter einem Mikroskop stellt man fest, etwa 60% des gesamten Volumens ist Luft. Da ummantelte, unbewegliche Luft bekanntlich als der beste Isolator gilt, verbinden sich mit diesem Haar die Eigenschaften, die es als das leichteste, wärmste Garn der Welt auszeichnen. Nur so konnte der «Bärtige» die letzte Eiszeit überleben. Der Moschusochse kann heute noch arktischen Winterstürmen, mit Windgeschwindigkeiten von über 140 Stundenkilometern, und 60 Minusgraden trotzen. Dass er bei diesen klimatischen Bedingungen praktisch keine Körperwärme verliert, haben Wärmekameras eindrücklich gezeigt.

Strickmuster

Nicht nur königlicher Luxus

Heute sind die besten Spinnereien in Italien, Frankreich und Japan dafür verantwortlich, dass Garne als Grundlage für exklusivste Modelle entstehen. Ein Pullover, der gefertigt aus Cashmere 300 Gramm schwer ist, wiegt aus Qiviuk gestrickt, gerade mal die Hälfte. Wer diesen Flaum einmal berührt wird den samtenen, feinen, wärmenden Griff nie mehr vergessen.

Even Peter J. Ewins, vom WWF-Kanada, äussert sich in einem Dankesschreiben an den Hersteller unter anderem: «Ich bin beeindruckt von den Moschus-Produkten und äusserst stolz, dass ich unserem grössten Förderer mit solchen Geschenken verwöhnen konnte. Dieses Projekt ist ein Beispiel wie man zur Erhaltung einer Spezie beitragen kann und damit auch noch zum Nutzen einer ganzen Region beiträgt».

«Die Königin hat mich beauftragt, Ihnen zu schreiben und bedankt sich für den wundervollen Schal aus dem Flaum des kanadischen Moschusochsen. Dieses Geschenk ist eine Erinnerung an einen sehr glücklichen Kanadabesuch». So schreibt der Sekretär der Königin von England.

Wenn sich die berühmte Schauspielerin Sarah Jessica Parker schon zu den verschiedensten Veranstaltungen in ihre extralange Strickjacke aus 100% Qiviuk kleidete, ist dies die beste Liebeserklärung und Beweis genug wie sehr sie diese Faser liebt.

Wer dieses Material einmal berührte wird seinen weichen, leichten, wärmenden Griff nie mehr vergessen.

Mehr erfahren Sie unter www.qiviuk.eu

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