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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Der bekannt Schweizer Abenteurer Thomas Ulrich ist wieder unterwegs. Nach einer längeren Vorbereitungszeit viel der Startschuss am 31. März 2010. Mit dabei in der 5-köpfigen Expeditionsgruppe ist die deutsche Journalistin Birgit Lutz-Temsch, die für Thomas Ulrich einen Blog schreibt. Das Ziel – der Nordpol.

Thomas-Ulrich
Thomas Ulrich organisiert Expeditionen zum Nordpol.

Die Gruppe traf sich am Mittwoch in Oslo und am darauffolgenden Tag flogen sie gemeinsam über Tromsö nach Longyearbyen auf Spitzbergen. «In Longyearbyen haben wir es noch gut: Wir schlafen in einem warmen Guesthouse, in weichen Betten. Wir haben Duschen und Toiletten und warmes Essen im über die Grenzen bekannten Inlokal «Kroa», einer urigen Kneipe mit eigenwilligen Pizza-Kreationen. Unsere Aufgabe in den ersten Tagen: Schlitten packen, Ausrüstung überprüfen, Gepäck verteilen». So Ulrich kurz vor dem Start in Richtung Nordpol. «Am Sonntagmorgen konnten wir zum letzten Mal morgens aufstehen, ohne sofort zu frieren. Wir zogen unsere wärmsten Stiefel an und die Jacken mit den Fellkapuzen. Schon bald standen wir auf dem Flugplatz von Longearbyen und stiegen in die Antonov 74, die uns hinauf zum 89. Breitengrad, nach Barneo brachte», meint Thomas Ulrich weiter.

Ankunft-in-Barneo
Der Flug von Longearbyen zum Eiscamp Barneo dauert 2 ¼ Sunden. Gelandet wird auf dem Packeis des arktischen Ozeans.

So richtig los gings am 4. April 2010. 120 Kilometer, der letzte Breitengrad zum Nordpol, liegen vor der Expeditionsgruppe. 120 Kilometer Meereis, zerrissen und aufgetürmt zu meterhohen Pressrücken, über die sie mitsamt Schlitten klettern müssen, offene Wasserstellen, denen sie ausweichen müssen. Von nun an sind Ihre Körper die einzige Wärmequelle. Die Temperaturen liegen zwischen minus 25 und 40 Grad Celsius. Die Sonne liegt ganz tief am Horizont, sie geht auf diesem Breitengrad im April nicht mehr unter. Gleich nach der Ankunft in Barneo wurde die Expeditionsgruppe um Thomas Ulrich mit dem Helikopter zum Startpunkt, 88.59.59 Nord 119.25.51 Ost ausgeflogen. Am ersten Tag legten sie noch 6 km zurück, bevor sie das Camp aufbauten.

Brigitte-Lutz-Temsch
Birgit Lutz-Temsch
«Wenn wir Glück haben, wird die Drift mit uns sein, das heisst, die Strömung wird nordwärts verlaufen und uns Kilometer abnehmen. Wenn wir Pech haben, driftet das Eis südwärts, negative Drift nennt man das, wir werden die tagsüber zurückgelegte Strecke in der Nacht wieder rückwärts driften. Auch das kann passieren. Dann wird die Strecke eben länger, die wir gehen müssen. Aber wir gehen sie» meint die Journalistin Birgit Lutz-Temsch

Birgit Lutz-Temsch wird über diese Expedition in einem Blog berichten. Die Expedition kann unter der Website www.thepole.ch mitverfolgt werden.

Blog: www.thepole.ch

Unterwegs
Nun ist die Expeditionsgruppe unter der Leitung von Thomas Ulrich unterwegs.