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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Das PolarNEWS Filmteam musste wegen der beschädigten Landebahn auf dem Packeis des 89. Breitengrades die Dreharbeiten unterbrechen und hatte diese am 15. April wieder aufgenommen. Mit dabei waren die Journalisten Carole Koch von der «NZZ am Sonntag» und Christian Hug von «PolarNEWS».

Aufgehende Sonne
31. März 2011, die Sonne ist am Nordpol erst vor wenigen Tagen aufgegangen und geht erst im Herbst wieder unter. Die Temperatur betrug -35 Grad Celsius und aufwirbelnde Eiskristalle bilden ein Sonnenphänomen.

Immer noch herrschte Gedränge um die freien Plätze in der Antonov-74 nach Barneo. So wurde die Filmcrew mit den Journalisten auf den zweiten Flug vom 16. April 2010 eingebucht. Carole Koch ergatterte sich einen Sitzplatz, die Männer mussten sich im Frachtraum mit Kisten als Sitzgelegenheit begnügen. «Natürlich waren wir glücklich mal endlich wieder nach Barneo zu gelangen», so Werner Breiter. Nach 2½ Stunden Flug setzte die Antonov-74 zur Landung an, nicht bevor das Cockpit mit Minikameras bestückt wurde. So gelangen wieder spektakuläre Filmdokumente der Landung auf dem Eis der Arktis. Die Temperaturen waren mit -22 Grad Celsius wesentlich angenehmer als beim ersten Teil der Dreharbeiten mit bis zu -35 Grad.

Orlov Kubny Chilingarov
Alexander Orlov, Heiner Kubny, Arthur N. Chilingarov in Barneo.

Kurz nach der Landung, die grosse Überraschung: Arthur N. Chilingarov war ebenfalls in Barneo. So kam es zu einem erneuten Treffen mit dem russischen Polarforscher. Zum obligaten Foto gesellte sich auch Alexander Orlov, der Chefstratege und Eigentümer von Barneo.

Seit unserer Abreise vor einer Woche hat sich das Camp gefüllt. Prinz Harry ist schon seit einigen Tagen nicht mehr in Barneo, dafür sind einige Wissenschaftler eingetroffen. Seit Jahren messen amerikanische Forscher den Salzgehalt des Meeres rund um den Nordpol. Täglich fliegt das Team mit dem Labor-Flugzeug hinaus um den Salzgehalt, die Wassertemperatur und Strömung zu messen. Dabei haben sie festgestellt, dass der Salzgehalt in den oberen Wasserschichten in den letzten 20 Jahren stark abgenommen hat. Halboffiziell schlendert der französische Ex-Premierminister Michel Rochard mit seinem Berater durchs Camp und beobachtet das Treiben.

MI-8 Flug zum Nordpol
Der Flug mit dem MI-8 Helikopter von Barneo zum Nordpol dauerte 20 Minuten.

Werner Breiter und Heiner Kubny waren damit beschäftigt die noch fehlenden Filmsequenzen in den Kasten zu bekommen. «Wir haben in den letzten sechs Wochen wirklich alles erlebt. Es waren extreme Bedingungen. Nicht immer hat die Technik mitgespielt, so war der Kameraausfall beim Fallschirmabwurf der Treibstofffässer bei schönstem Licht schon ärgerlich. Die Temperaturen von bis zu -35 Grad Celsius und die heftigen Winde haben nicht nur dem Material zugesetzt, sondern auch der Filmcrew», meint Heiner Kubny. «Einer der Höhepunkte war der Fallschirmabsprung aus 3000 Meter, aber auch das Erlebnis mit den Ersten in Barneo gewesen zu sein und den Aufbau des Camps mitverfolgen zu dürfen. Wir haben tolle Freunde kennen gelernt und es hat Spass gemacht mit der russischen Crew am Abend im Zelt diskutieren zu dürfen», gab Werner Breiter nach seiner Rückkehr am 25. April zu Protokoll.

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Werner Breiter - Heiner Kubny
Werner Breiter und Heiner Kubny während Dreharbeiten in Barneo.