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Die Bewohner der kanadischen Provinz Nunavut wollen sich nicht mehr an die offiziellen Jagdquoten halten. Der Druck auf die Inuit aus dem Ausland ist jedoch enorm, seit der Eisbär als leidtragender der globalen Erderwärmung zu dessen Symbol geworden ist.


Wissenschaftlern zufolge gibt es immer weniger Eisbären in der kanadischen Arktis. In den vergangenen zehn Jahren soll deren Bestand von 2’100 auf 1’500 gesunken sein. Wenn es um die Jagd geht lassen die Inuit nicht mit sich reden. Neu bewilligt die Regierung in Ottawa 64 Abschüsse, bisher durften 105 Eisbären erlegt werden. Die Inuit-Vertreter drohen nun die offizielle Jagdquote des Territoriums Nunavut einfach zu ignorieren. Besonders umstritten ist die Region von Baffin Bay, weil in diesem Gebiet sich die Population mit der von Grönland vermischt. Da die Europäische Union die Aussagen der Wissenschaft teilt, wurde die Einfuhr von Eisbärenfellen bereits verboten.

Eisbaer

Jagd erst ab Januar

Ema Qaggutaq, Vorsitzender der Jagdvereinigung in Kugaaruk hält wie die Mehrzahl der Inuit die neuen Quoten als überrissen und sind mit der Wissenschaft nicht einverstanden. «Wir sehen keine Anzeichen, dass sich die Eisbärenpopulation verringert», so Qaggutaq. «Es ist frustrierend, da jetzt das Wasser in der Bucht zufriert und die Eisbären Jagd auf die Robben machen, während wir Männer zuhause bleiben müssen, weil in diesem Winter die Jagd erst ab Januar erlaubt ist. Im letzten Winter durften wir in unserem Gebiet noch 24 Eisbären erlegen und nun sind es nur noch zehn».

Widersprüchliche Zahlen

Während die Wissenschaftler von 1'500 Eisbären in der Baffin Region ausgehen, halten die Inuit die Zählmethode für völlig ungenau. Gabriel Nirlungayuk von der Inuit-Organisation Tunngavik sagt: «Vor 50 Jahren hat es in Nunavut 8'000 Eisbären gegeben, heute sind es 15'000. Wir sind 365 Tage im Jahr draussen in der Natur und sehen mehr Eisbären den je. Der Eisbär ist zum Mediensymbol in Folge der globalen Erwärmung geworden, unter dem leiden wir nun».

Eisbaerenfell

In den USA gelten die Eisbären als bedrohte Tierart und der Import von Fellen ist verboten. Die Jagd auf Eisbären ist für die Inuit jedoch eine lukrative Einnahmequelle. Trophäenjäger zahlen bis zu 35'000 US-Dollar für ein Eisbärenfell. US-Jäger haben nun zusammen mit Inuit-Gruppen eine Sammelklage gegen das US-Importverbot in Washington eingereicht.

geschossener-Eisbaer

Im Internet werden Polarbären-Jagd-Safaris, als der ultimative Kick und als härteste Jagd mit Abschussgarantie angeboten.

Die Gegner machen ebenfalls auf sich Aufmerksam.
Stop Polar Bear Hunting