×

Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 62
  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Nach der Ausmusterung kann nun der erste Atomeisbrecher besichtigt werden. Im Hafen von Murmansk wurde nun eigens für die «Lenin» ein Pier hergerichtet. Ab Mai 2009 können nun interessierte den legendären Eisbrecher, der zum Museumsschiff umgebaut wurde unter kundiger Führung besuchen. Wie der Leiter A.P. Timofeev gegenüber PolarNEWS erklärte soll in Zukunft die «Lenin» auch als Konferenzzentrum genutzt werden.


Atomeisbrecher-Lenin


Briefmarke-Eisbrecher-LeninDer Atomeisbrecher «Lenin» ist der erste Atomeisbrecher der Welt, benannt nach Lenin, einem der Gründer der UdSSR. Der Eisbrecher wurde für den Einsatz in den nördlichen Meeren und für Expeditionsfahrten in der Arktis entwickelt und gebaut.
Der Stapellauf der Lenin erfolgte am 5. Dezember 1957, Ende 1959 wurde das Schiff unter der Leitung des Kapitän Pawel Ponomarjow in Dienst gestellt. Es wurde mit drei Kernreaktoren ausgerüstet, die über vier Dampfturbinen, Generatoren und Elektromotoren die drei Propeller antreiben. Gebaut wurde der Eisbrecher in der Leningrader Werft Ordschonikidse von Wissenschaftlern mit dem Physiker Anatoli Alexandrow an der Spitze.

Eisbrecher-Lenin-Murmansk

Die «Lenin» wurde 1989 ausgemustert, weil ihre Aussenhülle durch Eisabrieb zu dünn geworden war, und lag bis Anfang 2009 im Basishafen für Atomeisbrecher in Murmansk. In der Betriebszeit von 30 Jahren legte der Eisbrecher insgesamt 654 400 Seemeilen, darunter 560 000 Seemeilen im Eis zurück und eskortierte im Eis 3741 Schiffe.

Technische Daten

Verdrängung: 16.000 t
Leistung: 32,4 MW (44.000 PS)
Länge über alles: 134 m
Breite: 27,6 m
Höhe: 16,1 m
Geschwindigkeit: 18 Knoten (33,3 km/h)
Reaktoren: ursprünglich drei 90 Megawatt OK-150 Reaktoren; später zwei 171 Megawatt OK-900 Reaktoren

001-Atomeisbrecher-Lenin-am-Pier 002-Eisbrecher-Lenin-Archiv3 003-Eisbrecher-Lenin-Archiv2 004-Eisbrecher-Lenin-Archiv4 005-Eisbrecher-Lenin-Archiv1 006-Eisbrecher-Lenin-Archiv5 007-Eisbrecher-Lenin-Bruecke 008-Eisbrecher-Lenin-Kommandoraum 009-Eisbrecher-Lenin-Tableau 010-Eisbrecher-Lenin-Funkraum 011-Eisbrecher-Lenin-Fenster-Reaktorraum 012-Eisbrecher-Lenin-Reaktorraum 013-Eisbrecher-Lenin-Motorenraum 014-Eisbrecher-Lenin-Handlauf 015-Eisbrecher-Lenin-Tuere-Gefahrentafel 016-Eisbrecher-Lenin-Plan 017-Eisbrecher-Lenin-Treppenhaus-Tafel 018-Eisbrecher-Lenin-Wandbild 019-Eisbrecher-Lenin-Treppenhaus-Lenin 020-Eisbrecher-Lenin-Treppenhaus 021-Eisbrecher-Lenin-Kabine 022-Eisbrecher-Lenin-Konferenzraum