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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Der Klima- und Wetterwandel in der Arktis ist laut Experten höchstwahrscheinlich nicht mehr rückgängig zu machen. In der gesamten Region stellt sich ein neuer Klimazustand ein. Das geht aus einem am 22. Oktober 2010 veröffentlichten Bericht des USA-Meteorologiedienstes NOAA hervor.

Eisbaeren_ohne_Eis
Den Eisbären schmilzt das Eis unter den Füssen weg

«Eine Rückkehr zu den bisherigen Verhältnissen in der Arktis ist wenig wahrscheinlich. Die Rekordtemperaturen im kanadischen Arktisgebiet und in Grönland, die Schrumpfung der Sommereisfläche und die bislang stärkste Verringerung der Schneefläche unter den gegenwärtigen Wetterverhältnissen in der nördlichen Hemisphäre untermauern dieses Ergebnis», heisst es in dem Dokument, an dem Fachleute aus Russland, Dänemark, Kanada und Deutschland mitgewirkt haben. Zwar habe sich der durchschnittliche Temperaturanstieg im Jahr 2009 in der Arktisregion etwas verlangsamt, aber die Lufttemperatur sei im ersten Halbjahr 2010 wieder stark angestiegen. Die Monatstemperatur in Nordkanada lag laut dem Bericht im Schnitt vier Grad über der Norm.

Arktische_Eisflaeche

Nach den vorliegenden Angaben haben die hohen Temperaturen in den unteren Schichten der Atmosphäre im Herbst die Luftzirkulation sowohl in der Arktis als auch in den mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre verändert. «Der Winter 2009/2010 hat ein neues Verhältnis zwischen der extremen Kälte und dem Schneewetter in den mittleren Breiten einerseits und der sich ändernden Wetterzirkulation in der Arktis gezeigt. Es handelt sich um das so genannte «Warme Arktis - kalter Kontinent-Modell». Die Temperaturwerte auf dem Festland bestätigen, dass die Klimaerwärmung in der Arktis mit einer deutlich zunehmenden Amplitude der Temperaturschwankungen einhergeht. Mit dem Temperaturanstieg steigt die Häufigkeit von Bränden an, die Dauerfrostböden in vielen Regionen tauen allmählich auf.

Jane_Lubchenco

Jane Lubchenco, Leiterin der US-Ozeanographie- und Atmosphärenbehörde (NOAA), wies darauf hin, dass die Arktis vielen Fischen, Vögeln und Säugetieren als Brut- und Aufzuchtsstätte diene. Die Veränderungen in der Arktis wirkten sich aber nicht nur auf die dort lebenden Menschen und Tiere aus, sondern auch auf andere Regionen. «Um einen meiner NOAA-Kollegen zu zitieren: Was auch immer im Rest der Welt passiert, passiert zuerst und im höchsten Masse in der Arktis», sagte Lubchenco. Laut dem Bericht schmelzen in der Arktis die Gletscher. Die Eisfläche in Grönland verringert sich jährlich um 120 Quadratkilometer. Erwärmung der Arktis schreitet ungebremst voran.

Quelle: RIA Novosti