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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Wenn es nach der Idee von Dr. Akira Iritani, Professor der Kyoto-Universität geht, könnte schon bald das vor 4000 Jahren auf Wrangel Island ausgestorbene Mammut wieder auferstehen. Ein amerikanisch-russisches Forscherteam hat das Erbgut des Mammuts zu weiten Teilen entziffert. Das könnte helfen mit Hilfe von Elefanten-Eizellen Mammuts zu klonen.

Mammut-Herde
Wenn es nach den japanischen Forschern geht sollten solche Bilder in Zukunft möglich sein.

Mammuts wurden vor allem im Permafrostboden im östlichen Sibirien entdeckt, dort lagen mehr als 80 Prozent der Funde. Es gibt erstaunlich gut erhaltene Mammut-Reste. Vor vier Jahren fanden Wissenschaftler im sibirischen Eis ein konserviertes Mammut-Jungtier. Das Erbgut des Mammuts haben Wissenschaftler bereits entziffert.

Japanische Wissenschaftler wollen nun in fünf bis sechs Jahren ein Mammut klonen und damit eine seit Tausenden von Jahren ausgestorbene Tierart auferstehen lassen. Forschungsleiter Akira Iritani sagte der Zeitung «Yomiuri Shimbun», sein Team werde im Sommer Gewebe aus dem im Eis eingeschlossenen Kadaver eines Mammuts aus einem russischen Labor erhalten. Die Wissenschaftler sammelten für ihre DNA-Analyse Haarproben von zwei Mammuts, die seit Jahrtausenden im Eis eingefroren waren. Iritani sagte: «Die technischen Probleme sind überwunden - alles, was wir jetzt noch brauchen, ist eine gute Gewebeprobe von einem gefrorenen Mammut.»

Später sollen dann isolierte Mammut-Zellkerne in eine Elefanten-Eizelle eingepflanzt werden, um den Embryo dann einer Elefantenkuh einzusetzen. Die Elefanten sind die nächsten heute lebenden Verwandten des mit dem Ende der Eiszeit ausgestorbenen Mammuts. Das Erbgut der ausgestorbenen Mammuts unterscheidet sich in der Analyse nur um etwa 0,6 Prozent von dem seines engsten heute lebenden Verwandten, dem Afrikanischen Elefanten. Damit sind die Erbgut-Unterschiede nur etwa halb so gross wie zwischen dem Menschen und seinem nächsten Verwandten, dem Schimpansen. Iritani rechnet damit, dass das erfolgreiche Klonen eines Mammuts mehr Kenntnisse über das riesige Säugetier ermöglicht: «Falls es gelingt, werden wir seine Lebensbedingungen und seine Gene studieren, um unter anderem verstehen zu können, warum es ausgestorben ist.»

Klonmaus
Nach 16 Jahren im Tiefkühlfach wurden erfolgreich Mäuse geklont.

Bei gefrorenen Mäusen erfolgreich

Erstmals ist es japanischen Wissenschaftlern im Sommer 2008 gelungen, tiefgekühlte Tiere zu klonen. Die Forscher um Teruhiko Wakayama vom Forschungszentrum Riken in Kobe klonten erfolgreich Mäuse, die 16 Jahre lang tiefgekühlt waren. Einer der Nagerklone habe sogar gesunde Nachkommen gezeugt, berichten die Wissenschaftler in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften. Die Wissenschaftler setzten das Erbgut der aufgetauten Zellen in eine frische Eizelle ein, deren eigenes Erbgut zuvor entfernt worden war. Die Zelle begann sich daraufhin zu teilen. Aus dem so entstehenden Embryo stellten die Forscher als nächstes Stammzellen her, die sich unendlich vermehren lassen. Auf diese Weise hatten sie das Erbgut der tiefgefrorenen toten Mäuse nicht nur wieder zum Leben erweckt, sondern es auch in unbegrenzter Menge verfügbar gemacht.

Im zweiten Schritt setzten sie nun das Erbgut einer Stammzelle wiederum in eine frische, entkernte Eizelle ein. Diese transplantierten sie dann in eine Leihmutter, die den Nachwuchs bis zur Geburt austrug. Auf diese Weise entstanden vier reine Klone. Einer starb gleich nach der Geburt aufgrund von Atemproblemen, ein weiterer wurde am darauffolgenden Tag von der Leihmutter gefressen. Die beiden anderen entwickelten sich normal. Alle Klone besassen die gleiche Fellfarbe wie die Tiefkühlmaus, das gleiche Geschlecht und die gleichen genetischen Merkmale - sie waren also in der Tat deren Abkömmlinge.

Mammut-Stosszaehne