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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Der Kampf um die Rohstoffe der Polarregion. Das Spiegel-Buch von Christoph Seidler beschreibt den Wettkampf um die Rohstoffe, welche die Arktis zurzeit noch unter dem Eis verbirgt. Zudem warnen Politiker bereits vor einem «Kalten Krieg in der Arktis».

Arktisches-MonopolySeit das «ewige Eis» in der Nordpolarregion taut, ist ein Wettstreit um die dort vermuteten Ressourcen entbrannt - zu groß ist der Bedarf der Welt an Öl und Gas. Die Anrainerstaaten unterstreichen ihre Ansprüche mit symbolischen Aktionen und Drohgebärden. Christoph Seidler beschreibt anschaulich, welche Möglichkeiten sich neuerdings rund um den Nordpol bieten und welche Gefahren der Kampf um die Rohstoffe für die Welt birgt - politisch, wirtschaftlich und ökologisch.
Knapp ein Viertel aller Öl- und Gasreserven der Welt wird in der Arktis vermutet. Bisher waren die Lagerstätten unter einer dicken Eisdecke verborgen, doch schmilzt diese in atemberaubendem Tempo. Schon in wenigen Jahren wird der Arktische Ozean im Sommer eisfrei sein. Eine russische Tauchfahrt im Sommer 2007, bei der am Nordpol eine Fahne im Meeresgrund verankert wurde, war der Startschuss für den Wettkampf um das Nordpolarmeer und seine Schätze. Russland, Kanada, Dänemark, Norwegen und die USA melden Gebietsansprüche an; aggressiv versuchen sie, die Hoheit über die Region für sich zu reklamieren. Politiker warnen bereits vor einem «Kalten Krieg in der Arktis». Streit gibt es aber auch um die Frage, was dort eigentlich zu holen ist. Während Politik und Wirtschaft auf grosse Ölvorkommen hoffen, sind einige Wissenschaftler skeptisch. Kaum abzuschätzen sind zudem die Folgen einer intensiven wirtschaftlichen Nutzung des empfindlichen Ökosystems.

Christoph-SeidlerChristoph Seidler

Christoph Seidler, geboren 1979, hat Internationale Beziehungen in Dresden, Lausanne, Berlin und Oslo studiert. Nach einem Arbeitsaufenthalt bei den Vereinten Nationen in Genf berichtet er heute als Wissenschaftsredakteur für SPIEGEL ONLINE u. a. über die Entwicklungen in der Arktis. 2007 erhielt er den Friedrich-Vogel-Nachwuchspreis für Wirtschaftsjournalismus.

Deutsche Verlags-Anstalt
April 2009 – gebunden - 282 Seiten
Das Buch kostet EURO 19,95

ISBN: 3421044155
EAN: 9783421044150
Libri: 7716460