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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Zum fünften Mal innert zwei Jahren organisierte PolarNEWS eine Expedition nach Chukotka. Vom 11. – 26. April 2010 wurden die Teilnehmer vom übermässigen Schnee überrascht, so musste das Programm etwas den Verhältnissen angepasst werden.

Insgesamt 10 Teilnehmer, sieben aus der Schweiz und drei aus Deutschland, trafen sich am 11. April auf dem Moskauer Flughafen Domodedovo. Pünktlich um 19.05 Uhr hob die Boeing 767 der Transaero zum 9-stündigen Flug in Richtung Anadyr ab. Wegen Schneesturm am Zielflughafen musste der 1.500 Kilometer entfernte Ausweichflughafen Magadan als erste Station angeflogen werden. So traf die Expeditionsgruppe erst mit 24-stündiger Verspätung in Anadyr ein. Da Reservetage eingeplant waren machte sich die Expeditionsleitung zu diesem Zeitpunkt noch keine Sorgen.

Nach einer ersten Testfahrt in der näheren Umgebung von Anadyr ging es am 14. April so richtig los. Bei gutem Wetter trafen wir nach neun Stunden Fahrt durch die verschneite Tundralandschaft im 190 Kilometer entfernten Uelkal ein. Tags darauf ging es weiter über das zu dieser Jahreszeit zugefrorene Meer nach dem 100 Kilometer entfernten Egvekinot. Hier war der 1. Reservetag eingeplant, da wir bereits am nächsten Tag die 90 Kilometer unter die Raupen der Skidoos nahmen waren wir wieder im Zeitplan. Die von Gulaghäflingen gebaute Strasse führt die ersten 20 Kilometer flach in Richtung Landes innere um dann allmählich zu steigen, der Amguemapass liegt immerhin auf 1.000 Meter über Meer. Langsam kamen heftige Winde auf, welche je näher wir uns unserem Ziel näherten zum Orkan ausartete. Die Sicht liess ebenfalls zu wünschen übrig. Kurz gesagt, die Fahrt von Egvekinot nach Amguema hatte es in sich. Am Abend lud uns der Kulturverein zu ihrer Tanzvorstellung ein.

PolarNEWS-Chukotka

Weil das Terrain für die Skidoo von Amguema zum Nordpolarmeer nach Vankarem und zurück zu schwierig war, legten wir diese Strecke mit den Raupenfahrzeugen zurück. Die zwei Nächte im Haus des örtlichen WWF-Beobachters sind schon etwas gewöhnungsbedürftig. Andere Länder – andere Sitten, sicherlich eine gute Lehre für uns «Westler». Einfach geht’s eben auch - so konnten wir miterleben wie die Tschuktschen mit und von der Natur leben!

Zurück in Amguema war am nächsten Tag geplant die Rentierzüchter in der Tundra etwa 80 Kilometer von Amguema entfernt zu besuchen. Aber eben das Wetter – über Nacht viel 80 Zentimeter Neuschnee und die Sicht war schlecht. So warteten wir erstmal 24 Stunden auf Besserung, welche leider nicht eintraf. Um den Rückflug nicht zu verpassen, Anadyr liegt immer noch über 400 Kilometer entfernt, entschlossen wir uns schweren Herzen auf den Besuch bei den Rentierzüchtern zu verzichten.

Der Rückweg nach Anadyr erfolgte über die gleiche Strecke wie die Hinfahrt bei guten Witterungsverhältnissen. Wohlbehalten, aber müde und mit vielen positiven Erlebnissen bestiegen wir in Anadyr das Flugzeug das uns zurück in die Zivilisation brachte.

PolarNEWS wir auch im Frühjahr 2011 wieder eine Winterexpedition nach Chukotka organisieren.

Mehr dazu erfahren Sie hier

Ruedi_Gruetter
Seit vielen Jahren bereits Ruedi Grütter die polaren Regionen der Arktis und Antarktis

Ruedi Grütter

Mit in Chukotka war Ruedi Grütter, pensionierter Elektroingenieur, der seit 2006 mehrmals jährlich die polaren Regionen besucht. Seit bald 40 Jahren fotografiert Ruedi während den Reisen. Als Eisenbahnfan gab es genügend Gründe in die Ferne zu schweifen. Diese Reisen brachten ihn in die USA, nach Südamerika, Südafrika und China. «In China lernte ich die Kälte kennen, bei minus 27 Grad Celsius wartete ich oft stundenlang auf vorbei fahrende Züge. So erlebte ich in Chukotka keinen Kälteschock» so Grütter. Weiter Wunschziele sind der Norden Kanadas und Alaskas, selbstverständlich auch wieder Russland. Sämtliche Bilder in der Fotogalerie stammen von Ruedi Grütter.

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Ruedis Galerie

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