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  • Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

In der Antarktis wächst die Eisfläche, weil es wärmer wird. Kaum zu glauben - Geophysiker des Georgia Institute of Technology in Atlanta haben nun eine Erklärung dafür. Um dieses Rätsel zu lösen untersuchten die Forscher Temperaturdaten der Jahre 1950 bis 1999.

Mehr_Eis
Klingt paradox - trotz der weltweiten Klimaerwärmung hat sich das antarktische See-Eis in den letzten Dekaden leicht verstärkt.

Für ihre Studie verglichen sie Datenaufzeichnungen und Vorhersagen aus Klimamodellen und untersuchten die Auswirkungen der Oberflächentemperatur auf den Wasserkreislauf und das Meereis. Dabei stellten sie einen einfachen Zusammenhang fest. Wenn sich die Atmosphäre erwärmt, steigt mehr Wasserdampf in die Luft, und es gibt mehr Niederschlag. Da dieser Niederschlag wegen den tiefen Temperaturen hauptsächlich in Form von Schnee auf das Meer und das Eis der Antarktis fällt, sorgt es dort für eine doppelte Stabilisierung. Der Schnee dient erstens als Isolation, er verhindert den Wärmeaustausch des Eises mit der Luft. Zweitens reflektiert der Schnee – im Gegensatz zum dunklen Wasser – die Sonnenstrahlung und schützt das Eis so ebenfalls vor dem schmelzen.

Zuegelpinguine_im_Sturm
Die Pinguine in der Antarktis müssen sich auf vermehrte Schneefälle einrichten.

Schutzwirkung kippt um

Dieser von amerikanischen Forschern aufgedeckte Schutzmechanismus ist jedoch nicht von Dauer. Noch in diesem Jahrhundert könnte das sensible Gleichgewicht umkippen und das antarktische Meereis dann umso schneller schmelzen. Im nächsten Schritt simulierten die Wissenschaftler die voraussichtliche Entwicklung von Treibhausgasemissionen und Temperaturen für das 21. Jahrhundert. Mit der fortschreitender Erwärmung, so zeigten die Modelle, dreht sich der Vorteil durch die stärkeren Niederschläge ins Gegenteil. Denn dann fallen diese nicht mehr als Schnee, sondern vermehrt als Regen. In der Folge taut das Meereis nun deutlich schneller, zudem wird durch die Erwärmung des Ozeans das Eis gleichzeitig von unten auftauen.

Eselpinguine_im_Schnee
Eselpinguine kämpfen sich auf der Antarktischen Halbinsel durch den Schnee.