×

Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 62

Der Traum Spitzbergen mit Kajaks zu umrunden endete für zwei Norweger dramatisch. Ein Eisbär hat am 29. Juli 2010 die Abenteurer in ihrem Zelt überfallen. Es gelang dem Bären, einen der beiden Norweger rund 40 Meter davon zu schleppen, ehe er vom zweiten Expeditionsteilnehmer mit einem Schuss niedergestreckt wurde. 

Zelt_nach_Attacke

Die beiden Norweger Sebastian Plur Nilssen und Ludvig Fjeld, beide 22 jährig, waren in Spitzbergen aus einem Alptraum erwacht. Plur Nilssen wurde von einem Eisbären aus dem Zelt gezerrt und rund 40 Meter weit geschleppt. Seinem Expeditionspartner gelang es den Bären zu erschiessen. Es bleibt unklar, warum der Eisbär den Angriff startete. Experten spekulieren, dass er entweder hungrig oder nur neugierig war. Einige Arktisforscher sagten am norwegischen Rundfunk (NRK) am Freitag, dass es für Eisbären immer schwieriger wird auf Spitzbergen Nahrung zu finden. Nach dem Sysselmannen ist es sehr selten, dass ein Eisbär einen Angriff auf Zelte startet. Auf Spitzbergen gibt es ungefähr 3000 Eisbären.

erschossener_Eisbaer

Bereits zwei Stunden nach dem Zwischenfall landete der Sysselmannen (Gouverneur von Svalbard) mit einem Super-Puma-Helikopter auf dem Strand, mit an Bord war eine Krankenschwester. Die beiden Kajakfahrer wurden sofort nach Longyearbyen zurückgebracht und Plur Nilsen ins Krankenhaus eingeliefert. Nach den neuesten Berichten ist sein Zustand stabil, aber nicht lebensbedrohlich. Er hat Wunden am Kopf, Hals und Oberkörper.
Die beiden Norweger wollten die Inselgruppe Spitzbergen mit Kajakt umrunden und sind am 5. Juli 2010 in Longyerbyen zu ihrer Expedition gestartet. Der Eisbärenangriff geschah auf Nordaustlandet um die Mittagszeit.

Rettung_Plur_Nilssen

Schon früher Probleme mit Eisbären

Bereits im August 2008 konnte sich ein russischer Forscher nur durch einen gezielten Schuss aus der Gefahr befreien. Wie die norwegische Zeitung «Svalbardposten» berichtete, war der Wissenschaftler übers Wochenende allein in einem provisorischen Camp zurückgeblieben, als das knapp 150 Kilo schwere Jungtier angriff. Zunächst hatte der Mann fünf Warn- sowie vier Signalschüsse abgefeuert. Als der Eisbär unbeeindruckt weiter in dem Zeltlager wütete und nur noch vier Patronen übrig waren, schoss der Geologe gezielt und tötete das Raubtier. «Mehrere Zelte waren total zerstört. Für den Russen war das ganze ein Alptraum», berichtete der Chef der zur Hilfe herbeigeeilten Rettungsmannschaft, Erik Nygaard.