Bis zu 39‘000 Jahre alt: Höhlenbär im Permafrost entdeckt

Die gut erhaltenen Zähne und Nase des Tieres sind klar erkennbar. (Bild:

Seit 15‘000 Jahren sind Höhlenbären (Ursus spelaeus) ausgestorben. Rentierhirten haben nun ein gut erhaltenes Exemplar auf einer abgelegenen Arktisinsel im Ljachow-Archipel gefunden. Die Überreste werden von Wissenschaftlern der Nordöstlichen Bundesuniversität (NEFU) in Jakutsk, dem führenden Forschungszentrum für Wollhaarmammuts und andere prähistorische Arten, analysiert.

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Die Bäreninseln: Neues Naturschutzgebiet in der Ostsibirischen See

Eisbären fühlen sich hier wohl. (Bild: WWF

Auf den sibirischen Medweschji-Inseln (Bäreninseln) gibt es die höchste Dichte von Eisbärenhöhlen zwischen der Taimyr-Halbinsel und der bekannteren Wrangel-Insel. Grund genug, dass die russische Regierung nun den Schutz des Gebietes in Jakutien beschlossen hat. Das neue Schutzgebiet misst insgesamt 8155 Quadratkilometer. Neben dem Bäreninsel-Archipel umfasst es auch das Kolyma-Delta, Tundra-Gebiete des Indigirka-Kolyma-Tieflandes sowie umliegende Gewässer im Ostsibirischen Meer. Die Schaffung des Reservats wird dazu beitragen, seltene und gefährdete Tier- und Vogelarten sowie deren Lebensraum zu erhalten. Insgesamt sind 27 gefährdete Wildtierarten und 8 gefährdete Pflanzenarten in diesem Gebiet erfasst.

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Kein Plastik in Robbenmägen

Robben aus der östlichen Arktis Kanadas haben es bisher geschafft, keinen Plastikmüll im Magen

Plastikmüll findet man heute fast in allen Gewässern und Küstengebieten der Welt, auch in der Arktis. Zahlreiche Wale, Vögel, Krabben und andere Arten von Meerestieren weltweit sind betroffen. Doch eine neue Studie zeigt, dass Robben, die in der ostkanadischen Arktis leben, von dieser modernen Plage bisher verschont geblieben sind. 

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Orca-Omas sorgen dafür, dass Babywale länger leben

Orcas leben in festen Grossfamilien, die ein Leben lang zusammen bleiben. (Foto:

Die Anwesenheit einer Orca-Grossmutter erhöht die Überlebenschance ihrer Grosskälber. Das berichten Forscher der Universitäten York und Exeter im Fachmagazin «Proceedings of the National Academy of Sciences».

Dass sich Lebewesen Jahrzehnte vor dem Ende ihrer eigenen Lebensspanne nicht mehr vermehren scheint aus evolutionärer Hinsicht eigentlich keinen Sinn zu machen. Wie könnte es für das Überleben einer Spezies von Nutzen sein, dass Weibchen in der Mitte des Lebens aufhören sich zu reproduzieren? Wissenschaftler vermuten schon länger einen sogenannten «Grossmutter-Effekt» als Grund. Dieser konnte nun erstmals bei Orcas nachgewiesen werden.

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Kleines Beuteltier lebte zwischen arktischen Dinosauriern

Die Region im Norden von Alaska entlang des Colville Flusses ist heute eine arktische

Kaum zu glauben, dass in der Arktis einst Dinosaurier gelebt haben sollen. Noch schwerer zu glauben ist, dass ein kleines Beuteltier zwischen diesen Giganten gelebt und gedeiht hatte. Doch ein Forscherteam hat im Norden von Alaska Fossilien eines bisher unbekannten Säugetiervorfahren entdeckt: Unnuakomys hutchinsoni, 69 Millionen Jahre alt.

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Zugvögel in der Arktis sind höherem Nestraubrisiko ausgesetzt

Vögel in der Arktis haben keine andere Wahl als ihre Nester auf dem Boden anzulegen. Dadurch

Viele Watvögel ziehen im Frühjahr in die Arktis, weil sie dort ideal Brut- und Fressbedingungen vorfinden. Ein weiterer Grund war früher ein niedrigeres Risiko, die Brut an Räuber zu verlieren. Doc dieses Risiko ist nun in den letzten Jahrzehnten massiv angestiegen, wie ein internationales Forschungsteam herausgefunden hat. Die Gründe dafür sind jedoch noch nicht bekannt. Die Daten zeigen aber, dass wohl der Klimawandel eine nicht unwesentliche Rolle dabei spielt.

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Biber verändern das Gesicht der Arktis

Die flachen Tundragebiete im Beringmeer sind im Sommer von Flüssen und kleinen Seen durchzogen,

Biber sind äußerst effektive Ökosystem-Ingenieure: Wenn eine Landschaft nicht ihren Vorstellungen entspricht, gestalten sie das Terrain einfach um. In gemäßigten Breiten haben sie das seit Jahrtausenden getan. Nun aber weiten sie ihr Betätigungsfeld aus und tauchen immer häufiger in der nordamerikanischen Arktis auf. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat untersucht, welche Folgen das hat. Demnach können die Tiere ganze Ökosysteme verändern und zum Auftauen des Dauerfrostbodens beitragen, schreiben die Forscher im Fachjournal Global Change Biology.

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Forscher lüften teilweise Geheimnis der Narwal-Laute

Narwale gehören zu den Zahnwalen und sind mit den Belugas verwandt. Wie diese, leben sie in

Narwale gehören mit Abstand zu den geheimnisvollsten und am wenigsten erforschten Arktisbewohner. Weil sie meist entweder am Packeisrand oder in den Weiten des Arktischen Ozean leben und nur selten in Küstennähe, wissen wir nur wenig über ihr Verhalten und ihre Lebensweise. Ein internationales Forscherteam hat nun ein wenig mehr über ihre Laute und ihr entsprechendes Verhalten herausgefunden. Dazu nutzten die Wissenschaftler eine Palette von Messinstrumenten.

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Der Klimawandel könnte die Kleinsten am härtesten treffen

Grosse Gebiete der arktischen Tundra wie in Grönland sind sehr pflanzenreich. Hier leben auch

Beim Betrachten der Klimawandeleffekte konzentrieren sich die meisten Menschen auf grosse Arten wie Robben, Wale und natürlich Eisbären. Doch die Arktis ist eine sehr artenreiche Region und besteht aus einer Vielzahl anderer Tiere. Ein Forschungsteam der Washington Universität hat herausgefunden, dass arktische Gliedertiere wie Insekten und Spinnen noch einer härteren und unsichereren Zukunft entgegenblicken könnten als die anderen arktischen Botschafter. Die Studie wurde nun im Royal Society Open Science veröffentlicht.

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Grönlandwale in der Framstrasse mögens jazzig

Grönlandwale sind echte Eisliebhaber und verbringen viel Zeit an der Eiskante und im Eis auf

Singende Wale? Vergesst Buckelwale und konzentriert euch auf Grönlandwale. Die langlebigste Meeressäugerart hat nämlich ein breiteres und vielfältigeres Gesangsspektrum, zumindest die Tiere der Framstrasse zwischen Svalbard und Grönland. Eine Studie von mehreren Forschern der Universität Washington kam zu diesem Schluss nach einer vierjährigen Abhöraktion bei Grönlandwalen.

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