Küstenerosion in der Arktis nährt sich selber

In der kanadischen Arktis wurde auf Herschel Island der Rückgang der Küstengebiete in einem

Der Verlust arktischer Permafrostböden durch die Erosion der Küste könnte künftig zu einer Verstärkung des Treibhauseffekts führen. Das zeigen Untersuchungen von Sedimentproben aus dem Ochotskischen Meer an der Ostküste Russlands, die AWI-Wissenschaftler analysiert haben. Ein Verlust von Permafrostböden in dieser Region führte zum Ende der letzten Eiszeit gleich mehrfach zu einer plötzlichen Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre.

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Arktische Seen tragen zum Klimawandel stärker bei als angenommen

Unter den Seen der Arktis liegen grosse Methanvorkommen, die durch die Erwärmung freigesetzt

Die Freisetzung von Methan aus Seen in den arktischen Permafrostgebieten könnte sich künftig aufgrund des Klimawandels abrupt verstärken. Die Ursache: Durch den tauenden Permafrost wachsen die Seen und an ihrem Grund frisst sich das Wasser immer tiefer in den bisher gefrorenen Boden. Wie ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Experten des Alfred-Wegener-Instituts festgestellt hat, dürfte sich der bakterielle Abbau von Pflanzenresten in Seesedimenten dadurch schon in wenigen Jahrzehnten enorm verstärken – und damit auch der Ausstoß des Klimagases Methan.

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Me(h)er Verkehr in der Arktis stört nicht alle Bewohner

Alle Meeressäugetiere der Arktis wie beispielsweise die Bartrobben sind aufgrund von

Mit dem Wegschmelzen des arktischen Meereises öffnen sich neue Schifffahrtswege durch Gebiete, die bisher unberührt waren. Damit könnte ein Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutz entstehen, an dessen Ende nur Verlierer stehen werden. Um die Risiken für die einzelnen Arten besser abschätzen zu können, hat eine internationale Forschungsgruppe alle sieben Meeressäugerarten untersucht und eine Risikobeurteilung erstellt. Wie erwartet schneiden Wale am schlechtesten ab, Eisbären dagegen besser, Robben liegen dazwischen.

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Neue Hitzewelle trifft grosse Teile der Arktis

Die Temperaturen am Nordpol liegen normalerweise bei rund -15°C im Mai und bei etwa -30° im

Die Arktis wird von einem negativen Rekord nach dem anderen überschwemmt. Letzten Monat wurde klar, dass die maximale Ausdehnung des arktischen Meereises die zweitniedrigste jemals gemessene Fläche war. Letzte Woche wurde eine neue Abnormität vermeldet: eine erneute Hitzewelle traf die Arktis, besonders den Nordpol, und liess die Thermometer um bis zu 18°C höher steigen als normal. Diese Welle dehnte sich von Europa auch bis in die russische Arktis aus.

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Supersalzige Seen unter kanadischer Eiskappe entdeckt

Unter mehr als einem halben Kilometer Eis verborgen, haben Forscher zwei Seen entdeckt, deren

Bis anhin haben internationale Forschungsteams mehrere Seen unter dem antarktischen Eispanzer entdeckt, seit Jahrmillion unberührt. Ähnliches wurde aus Grönland vermeldet, der zweitgrössten Eiskappe der Welt. Nun haben Wissenschaftler der Universität Alberta einen spektakulären Fund gemacht: hypersaline Seen unter der Devon Eiskappe, der grössten Eiskappe Kanadas, im Norden von Nunavut auf Devon Island liegend. Diese Seen sind auch die ersten salzigen subglazialen Seen der Welt.

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Ein halbes Grad könnte alles oder nichts für arktische Tiere bedeuten

Der Arktische Ozean schafft es nicht aus den Medien hinaus mit seinem kontinuierlichen Verlust an

Der Unterschied zwischen Leben und Tod ist normalerweise eine dünne Linie. Die gilt auch für die Existenz von arktischem Meereis und aller Tiere, die davon abhängig sind, gemäss einer neuen Studie einer Forscherin der Universität von Colorado. Ihre Berechnungen zeigen, dass bereits ein halbes Grad darüber entscheiden kann, ob die Arktis ganz sicher oder nur wahrscheinlich eisfrei sein wird.

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Nitrate sind wichtiger in der Arktis als bisher angenommen

Die arktische Tundra besteht normalerweise aus Büschen, Gräsern, Blumen und Moosen und Flechten.

Trotz der harten Bedingungen wachsen arktische Pflanzen in einer Vielzahl von Formen, Farben und Grössen in der Tundra. Doch der arktische Tundraboden ist bekannt für seine Nährstoffarmut, besonders bei Nitrat. Ein internationales Forschungsteam hat nun den allgemeinen Fakt, dass arktische Pflanzen Stickstoff in Form von Nitraten nicht benötigen würden, getestet und für falsch befunden. Ihre Resultate aus der Tundraregion Alaskas zeigen, dass arktische Pflanzen Nitrate mit vergleichbaren Raten absorbieren können wie jede andere Vegetation an nitrat-reichen Standorten.

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Wenn Treibhausgase auf Wanderschaft gehen

Zur Erforschung der Schmelztümpel und Bohrlöcher, mussten die Wissenschaftler ein Camp auf dem

Mikroorganismen produzieren im Grund der flachen Meeresregionen nördlich von Sibirien aus Pflanzenresten Methan. Gelangt dieses Treibhausgas ins Wasser, kann es im Meereis eingeschlossen werden, das sich auf diesen Küstengewässern bildet. Damit kann Methan über Tausende von Kilometern durch das Nordpolarmeer transportiert und Monate später in völlig anderen Regionen wieder freigesetzt werden. Darüber berichten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts in der aktuellen Ausgabe des Online Journals Scientific Reports. Auch wenn der Klimawandel dieses Wechselspiel zwischen Methan, Meer und Eis stark beeinflusst, ist es in den Modellen der Klimaforscher bisher noch nicht berücksichtigt.

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Meereisalge wächst in der Dunkelheit

Algen wachsen unter dem Meereis in der Arktis. Bisher wurde angenommen, dass sie erst im Frühjahr

Forscher waren Zeugen eines neuen Weltrekords: Eisalgen leben und wachsen auf der Unterseite des arktischen Meereises in fast völliger Dunkelheit, denn unter dem Eis kommen nur 0,02 Prozent des Lichts von der Oberfläche an. Algen sind ein wichtiger Grundbaustein des arktischen Nahrungsnetzes und neuen Forschungsergebnissen zu folge produzieren Biomasse viel früher im Jahr als bisher angenommen.

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Dünnere Ozonschicht im Süden trotz Erholung des Ozonloches

Die Atmosphäre ist nur ein dünner Film, wenn man die Erde vom Weltall aus betrachtet. Die

Ozon hat weltweit seit den 70er Jahren abgenommen. Es wurde abgebaut durch Chemikalien, die in Form von Aerosolen ausgeschüttet wurden. Nachdem die Substanzen verboten wurden, erholten sich Teile der Ozonschicht, ganz besonders über der Arktis und Antarktis. Neuere Forschungen jedoch, die vor kurzem in der Zeitschrift Atmospheric Chemistry and Physics veröffentlicht wurden, zeigen, dass sich der untere Teil der Ozonschicht vor allem in niedrigeren Breitengraden nicht erholt. Die genaue Ursache dafür ist derzeit nicht genau bekannt.

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