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Einen sensationellen Fund machte ein internationales Forscher-Team vor der Küste Grönlands. Fast 70 Jahre lang lag die «Terra Nova» des gescheiterten Polarforschers Scott auf Grund. Nun wurde sie zufällig entdeckt. Das berühmte Schiff, mit dem der Entdecker Robert F. Scott 1910 Richtung Südpol in See stach, galt seit 70 Jahren als verschollen.

Die «Terra-Nova-Expedition» von 1910–1913, geleitet von Robert Falcon Scott hatte das Ziel für England als Erste den Südpol zu erreichen, was aber nicht gelang.
Die «Terra-Nova-Expedition» von 1910–1913, geleitet von Robert Falcon Scott hatte das Ziel für England als Erste den Südpol zu erreichen, was aber nicht gelang.

Berühmte Schiffswracks, wie das der «Titanic» oder das des deutschen Schlachtschiffs «Bismarck», die nach Jahrzehnten entdeckt werden, erzählen bisweilen tragische Geschichten. So auch das jetzt entdeckte Wrack des britischen Schiffs «Terra Nova». 70 Jahre lang lag es in 300 Meter Tiefe im eisigen Wasser der Labradorsee vor der Südwestspitze Grönlands. Doch jetzt stiess das Forschungsschiff «R/V Falkor» des US-amerikanischen Schmidt Ocean Institute, zufällig auf den legendären Segler.

Die R/V Falkor ist das neueste Forschungsschiff des Schmidt Ocean Institut und hat auf einer Testfahrt den sensationellen Fund gemacht.
Die R/V Falkor ist das neueste Forschungsschiff des Schmidt Ocean Institut und hat auf einer Testfahrt den sensationellen Fund gemacht.

Die «Terra Nova» war ein britischer Walfänger und Expeditionsschiff, das vor allem für seinen Einsatz bei der britischen Antarktisexpedition von 1910 unter der Leitung von Robert Falcon Scott bekannt wurde. Sie wurde 1884 für die Wal- und Robbenfangflotte von Dundee gebaut und zehn Jahre beim Robbenfang in der Labradorsee eingesetzt, bevor sie für Expeditionen genutzt wurde. Ihren ersten wissenschaftlichen Einsatz erlebte sie bei der Evakuierung der Jackson-Harmsworth-Arktisexpedition von 1894–1897. 1903 segelte sie mit dem ehemaligen Walfänger Morning in die Antarktis, um die Discovery-Expedition unter Robert Falcon Scott aus dem McMurdo-Sund befreien zu helfen. Eine rund 64 km lange und oft eisfreie Bucht in Viktorialand zwischen Kap Washington und dem Drygalski-Gletscher wurde in der Folge «Terra-Nova-Bay» getauft.

1905 holte sie die in Not geratene Fiala-Ziegler-Expedition aus Franz-Josef-Land zurück.

1909 wurde sie von der Bowring Brothers Ltd. für die Terra-Nova-Expedition erworben. Sie wurde von Bug bis Heck mit über zwei Metern Eichenholz verstärkt, um gegen den Eisdruck gerüstet zu sein, und verliess England im Juni 1910 unter dem Kommando von Kapitän Robert Falcon Scott. Während der drei Jahre dauernden Expedition unternahm sie im Sommer Versorgungs- und Forschungsfahrten, überwinterte aber nicht in der Antarktis, sondern in Lyttelton auf Neuseeland.

Nach der Rückkehr aus der Antarktis wurde die Terra Nova 1913 von ihren früheren Eignern zurückgekauft und nahm die Arbeit in der Robbenjagd vor Neufundland wieder auf. Ihr Ende kam am 13. September 1943, als sie vor Grönland sank. Die Besatzung wurde von einem Kutter der United States Coast Guard gerettet.

Im Scheinwerferlicht sind in 300 Meter Tiefe die Umrisse der «Terra Nova» zu erkennen.
Im Scheinwerferlicht sind in 300 Meter Tiefe die Umrisse der «Terra Nova» zu erkennen.

Hundert Jahre liegt die zweite Expedition des legendären Entdeckers Robert F. Scott ins Südpolarmeer zurück. Jetzt hat ein internationales Team von Meeresforschern im Rahmen einer Expedition für das Schmidt Ocean Institute das Wrack seines Schiffs «Terra Nova» vor der Küste Grönlands entdeckt. Die Wissenschaftler waren laut Website des Schmidt Ocean Institute eigentlich in See gestochen, um auf einer Routinefahrt mit dem Flaggschiff des Instituts, der «R/V Falkor», technische Ausrüstung zu testen - und stiessen dabei auf das berühmte Wrack.

Bei Tests wurden zufällig die Umrisse der Terra Nova auf dem Echolot gesichtet.
Bei Tests wurden zufällig die Umrisse der Terra Nova auf dem Echolot gesichtet.