Vor kurzem erhielt die Gesellschaft der Anbieter für Arktisexpeditionsreisen (AECO) eine substantielle Finanzspritze für ihre Kampagne gegen Einwegplastikgegenstände in der Arktis und auf den Schiffen der AECO-Mitglieder. Nun geht die Expeditionsreisenindustrie einen Schritt weiter, indem die AECO einen Umweltbeauftragten eingestellt hat. Die Stelle geht an die Polartourismus-erfahrene Sarah Auffret.

Plastikverschmutzung wird als eine dringendsten Umweltprobleme weltweit betrachtet, auch in der Arktis. Die AECO hat nun entschieden, der UN-Kampagne «Clean Seas» beizutreten, die Anstrengungen bei Strandreinigungen zu verstärken und will seine Mitglieder ermuntern, von Einwegplastikgegenständen auf den Schiffen abzusehen. Bild: Sysselmannen
Plastikverschmutzung wird als eine dringendsten Umweltprobleme weltweit betrachtet, auch in der Arktis. Die AECO hat nun entschieden, der UN-Kampagne «Clean Seas» beizutreten, die Anstrengungen bei Strandreinigungen zu verstärken und will seine Mitglieder ermuntern, von Einwegplastikgegenständen auf den Schiffen abzusehen. Bild: Sysselmannen

Die Gesellschaft der Anbieter für Arktisexpeditionsreisen (AECO) hat, wie angekündigt, einen Umweltbeauftragten eingestellt, der die Anstrengungen der AECO, die Nutzung von Einwegplastik auf den Expeditionsschiffen drastisch zu reduzieren, umsetzen soll. Weitere Aufgaben sind die verstärkte Einbindung von Passagieren in Strandaufräumaktionen. Sarah Auffret, die bereits jahrelange Erfahrung als Expeditionsleiterin in Svalbard, Ostgrönland und an der antarktischen Halbinsel aufweist und als Stationsleiter der britischen Station Port Lockroy aufweist, wurde aus einer Gruppe von hochqualifizierten Kandidaten ausgewählt. Ihre grosse Erfahrung im Bereich des Polartourismus wird ihr in ihrer neuen Rolle als Umweltbeauftragte helfen. In ihrer Rolle soll sie die besten Möglichkeiten der Plastikreduktion auf den Schiffen der AECO-Mitglieder sammeln, systematisieren und mit den Mitgliedern teilen. Nach Angaben von Frigg Jørgensen, Geschäftsführerin der AECO, kann die Expeditionsreisenindustrie einen grossen Anteil im Kampf gegen die Verschmutzung der Meere durch Plastik leisten. «Meeresverschmutzung ist eine der grössten Umweltprobleme unserer Zeit. Eine Gelegenheit für unsere Industrie beizutragen, präsentierte sich, als die AECO von Erik Solheim, dem UNNO Umweltleiter, eingeladen worden war, der «Clean Seas»-Kampagne beizutreten. Die AECO unterstützt diese Kampagne sehr stark und wir möchten Schritte unternehmen, um der Verschmutzung entgegenzutreten. Jetzt hat unser Engagement zusätzlichen Auftrieb erhalten durch die Tatsache, dass wir eine grosse Finanzspritze von aussen erhalten haben, um unsere «Clean Seas»-Initiative voranzutreiben», erklärt Jørgensen weiter.

Die neu bestimmte Umweltbeauftragte, Sarah Auffret, hat lange in polaren Gebieten als Expeditionsleiterin und Stationsleiterin gearbeitet. In ihrer Position wird sie die AECO-Bemühungen zur Reduktion von Plastikmüll auf Schiffen und an den Stränden koordinieren. Bild: AECO
Die neu bestimmte Umweltbeauftragte, Sarah Auffret, hat lange in polaren Gebieten als Expeditionsleiterin und Stationsleiterin gearbeitet. In ihrer Position wird sie die AECO-Bemühungen zur Reduktion von Plastikmüll auf Schiffen und an den Stränden koordinieren. Bild: AECO

Die neue Projektposition wurde durch den Beitrag des Svalbard Umweltschutzfonds und des norwegischen Umweltdirektorats möglich gemacht. Diese beiden Stellen investieren insgesamt €300'000 in die AECO-Initiative. Zusätzlich zu den Präventionsmassnahmen soll die zukünftige Umweltbeauftragte bei der Koordinierung der Strandaufräumaktionen, die von Passagieren und Crews durchgeführt werden, helfen. Auffret, die selbst eine Küstenaufräumaktion in Naruto, Japan, im Jahr 2010 initiiert hatte und eine tiefe Leidenschaft für Umweltanliegen hegt, freut sich, den AECO-Bemühungen im Rahmen der «Clean Seas Kampagne» vorzustehen. «Weil Tourismus in der Arktis wächst, bin ich sehr stark der Meinung, dass wir die Gelegenheit, Pflicht und Verantwortung haben, die bestmöglichen Methoden zu suchen, zu studieren und zu implementieren und so sicherzustellen, dass wir den kleinstmöglichen Einfluss auf die Umwelt und die Gemeinden haben. Ich war sehr aufgeregt, als ich von dieser Stelle gehört hatte und ich freue mich riesige, dass ich sie erhalten habe», erklärt Sarah Auffret. Sie wird in Tromsö arbeiten, wird jedoch auch viel Zeit in Svalbard verbringen.

Die AECO und seine Mitglieder sind schon seit Jahren mit Aufräumaktionen an den Stränden der Arktis unterwegs. Doch trotz der Anstrengungen werden immer noch tausende von Tonnen Plastikmüll durch Meeresströmungen in die Arktis getrieben. Die Reduzierung von Plastik auf Schiffen wird aber ein grosser Schritt in die richtige Richtung sein. Bild: Sysselmannen, Svalbard
Die AECO und seine Mitglieder sind schon seit Jahren mit Aufräumaktionen an den Stränden der Arktis unterwegs. Doch trotz der Anstrengungen werden immer noch tausende von Tonnen Plastikmüll durch Meeresströmungen in die Arktis getrieben. Die Reduzierung von Plastik auf Schiffen wird aber ein grosser Schritt in die richtige Richtung sein. Bild: Sysselmannen, Svalbard

Quelle: AECO