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In den vergangenen Jahren hat sich der Wettlauf um die Rohstoffvorkommen in der Arktis beschleunigt. Die Arktis-Anrainer sind eifrig bemüht, ihre Position im Norden zu festigen. Dies hat auch zu einer Zunahme der Spionagetätigkeit im Norden geführt, wie Geheimdienste aus Dänemark und Norwegen übereinstimmend berichten.

Nicht schlecht staunten die drei Eisbären als sie auf ein aufgetauchtes U-Boot trafen.
Nicht schlecht staunten die drei Eisbären als sie auf ein aufgetauchtes U-Boot trafen.

«Ausländische Nachrichtendienste richten ihren Fokus zunehmend auf die Arktis», sagte Jacob Scharf, der Chef des dänischen Geheimdienstes PET, der Zeitung «Berlingske». Martin Bernsen vom norwegischen Geheimdienst PST stimmte seinem Kollegen zu. «Wir sehen, dass einige Länder aktiv versuchen, ihren Fuss in den Norden zu bekommen», sagte Bernsen Ende Oktober 2012 der Tageszeitung «Aftenposten». Norwegen sei wegen seiner geografischen Lage, seiner Energieressourcen und seiner Hochtechnologie «ein sehr interessantes Ziel» für Spionage, so Bernsen.

Das Interesse an der Arktis-Region gilt den vermutlich grossen Gas und Ölvorkommen, sowie den Durchfahrtsrechten durch die Nordwest- und Nordostpassage. Um einfach mal Präsenz zu zeigen, trifft man selbst Nichtanrainerstaaten wie China vermehrt am Nordpol an.

Spionage auch aus der Luft: Amerikanische F-22 beim Abfangen einer russischen Tupolew Tu-95 vor der Küste Alaskas.
Spionage auch aus der Luft: Amerikanische F-22 beim Abfangen einer russischen Tupolew Tu-95 vor der Küste Alaskas.

Das Interesse ausländischer Nachrichtendienste gilt nicht nur politischen Prozessen. Insbesondere Firmen mit ausgeprägter Forschung und Entwicklung sind Ziel von Unternehmensspionage, wie Kristine Beitland vom Norwegischen Sicherheitsrat der Wirtschaft bestätigte. Die Sorge gelte vor allem Unternehmen aus den Öl-, Gas- und den maritimen Branchen.