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  • Grönland unterstützt Schweröl-Verbot in der Arktis

    Die Regierung in Nuuk hat bekanntgegeben, dass sie ein internationales Verbot von Schweröl in der Arktis aktiv unterstützen wird. Entsprechende Pläne hatte die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO, die nun von der Regierung in Nuuk gutgeheissen wird. In einer Erklärung teilt die grönländische Regierung mit: "Naalakkersuisut hat sich entschlossen, aktiv an einem Verbot von Schweröl HFO in der Arktis via der UN IMO mitzuarbeiten. Das Verbot muss sowohl die Navigation wie auch den Transport von HFO in der Arktis umfassen." Verschiedene Umweltorganisationen haben den Schritt begrüsst und hoffen, dass weitere Regierungen, vor allem der Arktisanrainerstaaten folgen werden. Die Gründe für den Schritt begründet die Regierung mit dem nun vorliegenden Bericht des Ministeriums für Natur und Umwelt, welches die soziökonomischen, umwelt- und klimatechnischen Konsequenzen eines solchen Schrittes untersucht hatte. Die Regierung ist der Meinung, dass die Gefahren durch Umweltschäden höher sind als die Kosten, die durch das Verbot entstehen werden.

Die «Aurora Borealis» sollte ein Prestigeprojekt der europäischen Polarforschung werden. Doch es wird höchstwahrscheinlich für immer ein Traum bleiben, so jedenfalls wenn es nach dem Wissenschaftsrat geht, der bevorzugt eher eine abgespeckte Version.

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Das Prestigeprojekt der europäischen Polarforschung wird vermutlich nicht realisiert.

Keine natürlichen Kräfte sollten die «Aurora Borealis» aufhalten können. Selbst durch zweieinhalb Meter dickes Eis werde das Forschungsschiff mit seinen kraftvollen Diesel- und Elektromotoren durchkämpfen. So war es wenigstens geplant. Nun scheitert das Prestigeprojekt der europäischen Polarforschung offensichtlich an der Finanzierung. Am 12. November 2010 hat der Wissenschaftsrat, das wichtigste forschungspolitische Beratergremium Deutschlands, angesichts der gegenüber 2006 verdoppelten Kostenschätzung und immer noch fehlender internationaler Gemeinschaftsfinanzierung geraten auf den Bau zu verzichten. Zu Anfang, 2006 lagen die budgetierten Baukosten bei 355 Millionen Euro und die jährlichen Betriebskosten wurden auf 17,5 Millionen Euro geschätzt. 2009 lag die letzte Prognose für die Baukosten schon zwischen 650 und 850 Millionen Euro, für den Betrieb des Schiffes wurden mittlerweile 36 Millionen Euro veranschlagt.

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Seit der Projektierung haben sich die budgetierten Baukosten verdoppelt.

Der Wissenschaftsrat kam zum Schluss, dass die Suche nach Finanziers sehr lange dauern würde und schlägt nun vor rasch möglichst die Beschaffung eines eisbrechenden Forschungsschiffes voranzutreiben. Der Wissenschaftsrat empfiehlt den Bau eines neuen Eisbrechers für 450 Millionen Euro. Dies wäre immer noch fast 100 Millionen Euro mehr als ursprünglich für die «Aurora Borealis» geplant war. Der geplante Eisbrecher wird vom AWI bereits als «Polarstern II» bezeichnet und soll demnach 2016 in Betrieb gehen.

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Die Experten halten den Bohrturm im Inneren der «Aurora Borealis» für überdimensioniert.

Der Verzicht auf die «Aurora Borealis» sind erfreuliche Nachrichten für die 1982 erbaute «Polarstern», sie soll drei bis fünf Jahre länger im Dienst bleiben. Das Alter von 30 Jahre gilt für die Einsatzzeit eines Forschungsschiffes als Obergrenze. Die immer wieder modernisierte «Polarstern» dürfte mit dem verspäteten Ruhestand technisch jedoch keine Probleme haben. Zur weiteren Finanzierung wird versucht europäische Partner zu gewinnen, welche sich an der Betriebsverlängerung für die «Polarstern» beteiligen. Pro Jahr wären zusätzliche Kosten von 20 bis 30 Millionen Euro zu tragen. Wie schwierig die Überzeugungsarbeit aber werden könnte, hat das Projekt «Aurora Borealis» gezeigt. 2016 wäre in jedem Fall endgültig Schluss für die «Polarstern».

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Die «Polarstern» soll 5 Jahre länger im Dienst bleiben.

Die Experten halten offenbar das Kernstück des «Aurora Borealis» für überdimensioniert. Es geht um den Bohrturm im Inneren des Schiffs. Der geplante Eisbrecher sollte mit einer Spezialausrüstung bis zu 1000 Meter lange Sedimentkerne aus dem Ozeanboden fräsen und dies in bis zu fünf Kilometern Wassertiefe. Der Eisbrecher hätte dank eines so genannten dynamischen Positionierungssystems selbst in driftendem Eis seine Position ohne fremde Hilfe halten können. Der Wissenschaftsrat aber hält eine Bohrkernlänge von einem Kilometer für nicht notwendig, 200 Meter wären nach Meinung der Experten völlig ausreichend. Schliesslich seien für die Klimaforschung der nächsten Dekaden vor allem Informationen gerade auch über kürzere Zeitskalen entscheidend. Und die finden sich in den oberen Schichten der Sedimentkerne.