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  • Grönland unterstützt Schweröl-Verbot in der Arktis

    Die Regierung in Nuuk hat bekanntgegeben, dass sie ein internationales Verbot von Schweröl in der Arktis aktiv unterstützen wird. Entsprechende Pläne hatte die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO, die nun von der Regierung in Nuuk gutgeheissen wird. In einer Erklärung teilt die grönländische Regierung mit: "Naalakkersuisut hat sich entschlossen, aktiv an einem Verbot von Schweröl HFO in der Arktis via der UN IMO mitzuarbeiten. Das Verbot muss sowohl die Navigation wie auch den Transport von HFO in der Arktis umfassen." Verschiedene Umweltorganisationen haben den Schritt begrüsst und hoffen, dass weitere Regierungen, vor allem der Arktisanrainerstaaten folgen werden. Die Gründe für den Schritt begründet die Regierung mit dem nun vorliegenden Bericht des Ministeriums für Natur und Umwelt, welches die soziökonomischen, umwelt- und klimatechnischen Konsequenzen eines solchen Schrittes untersucht hatte. Die Regierung ist der Meinung, dass die Gefahren durch Umweltschäden höher sind als die Kosten, die durch das Verbot entstehen werden.

Am 18. März 2011 startete die 16. Antarktisexpedition der Ukraine in Richtung Südpol. Für die ukrainische Polarforschung ist 2011 ein Jubiläumsjahr. Genau vor 15 Jahren wurde die Flagge der Ukraine zum ersten Mal in der Antarktis gehisst.

Ukrainische Station
Die Station befindet sich auf der Galindez-Insel im Wilhelm-Archipel, vor der Küste der Antarktischen Halbinsel.

«Die Arbeit der 16. Antarktisexpedition stellt einen neuen Meilenstein der Erforschung des sechsten Kontinents dar», unterstrich Volodymyr Semynozhenko, Leiter des Komitees für Wissenschaft, Innovationen und Information der Ukraine während der Verabschiedungszeremonie für die Expeditionsteilnehmer am 16.März 2011.

«Die Hauptaufgabe der Expedition ist die wissenschaftliche Entwicklung dieses einzigartigen Natur-Labors, einer an Mineralien, Wasser und biologischen Ressourcen reichen eisigen Quelle», sagte Semynozhenko und betonte, dass die Regierung für diese Aufgabe das neue staatliche Wissenschafts- und Technikprogramm zur Umsetzung wissenschaftlicher Forschung in der Antarktis von 2011-2020 genehmigt hätte.

Semynozhenko umriss zudem die aktuell ausgewählten Themen der wissenschaftlichen Tätigkeiten in der Antarktis. Darunter sind der Vorstoss der ukrainischen Forscher bis tief in den antarktischen Kontinent, die Verbesserung und wissenschaftliche Modernisierung der Wernadski-Station, der ersten wissenschaftlichen Station der Ukraine in der Antarktis, der Bau ordentlicher Saisonunterkünfte auf dem Kontinent und die Übernahme moderner Untersuchungsmethoden und -technologien.

Ukrainische Station Besucher
Besucher sind auf der «Wernadski»-Station immer willkommen.

1992 trat die Ukraine dem von 48 Nationen unterschriebenen Antarktis-Abkommen bei. Das Abkommen reguliert die internationalen Beziehungen, wissenschaftlichen Aktivitäten und die Verwaltung der Antarktis. Seit 2004 nimmt die Ukraine im System des Antarktis-Abkommens eine beratende Funktion ein und ist an der Entscheidungsfindung beteiligt.

Bar Ukrain Station
Die Bar der Station ist ein Relikt der Engländer, welche die Station 1996 den Ukrainer überliess.

Die «Wernadski»-Station ist die älteste auf der antarktischen Halbinsel operierende Forschungsstation der Antarktis. Von 1947 bis 1996 war die «Wernadski»-Station unter dem Namen «Faraday»-Station eine britische Antarktis-Station. Da während der Saison 1991/1992 die «Rothera»-Station auf der Adelaide-Insel erweitert wurde, entstand die Notwendigkeit, die Faraday-Station aufzugeben oder an ein anderes Land zu übertragen. Am 7. Februar 1996 übergaben die Engländer die Station an die Ukraine. Ihren jetzigen Namen erhielt sie zu Ehren des ukrainischen und russischen Geologen Wladimir Iwanowitsch Wernadski. Der sich auf der Galindez-Insel befindliche Stationskomplex ist damit zur ersten Antarktisstation der Ukraine. Ukrainische Wissenschaftler arbeiten dort u. a. in den Bereichen Aeronomie und Ozonschicht, Meteorologie, Seismologie, Gletscherforschung, Geologie und anderen Gebieten.